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Management im Kopf

Wenn Rückmeldungen ausbleiben

Maria Pruckner
Maria Pruckner
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Folge 162. Management in komplexen Systemen: Verlust der Selbstsicherheit.

Solange das Gehirn weiß, was es tut, solange es tun kann, was es weiß und solange es möglichst unmittelbar erfährt, was es erzielt hat, bleibt es in der Regel zumindest geistig gesund. Doch in der hochkomplex-dynamischen Arbeitswelt von heute erfahren insbesondere viele Kopfarbeiter viel zu selten, was sie mit ihrem eigenen Handeln bewirkt bzw. beigetragen haben. Es ist die Aufgabe des Top-Managements, dafür zu sorgen, dass darüber permanent klare Verhältnisse herrschen. Was tun, um nicht verrückt zu werden, wenn die Führungsspitze in dieser Hinsicht versagt…? Die Führung kann man so gut wie nie verändern. Aber in der Freizeit gibt es viele Möglichkeiten, die helfen, selbstsicher und klar im Kopf zu bleiben. Ein Urlaubstipp…

Ohne Feedback

Stellen Sie sich vor, Sie machen Ihre Morgentoilette. Doch Sie sind blind. Ihre Haut kann nichts fühlen, und Ihr Mund auch nichts schmecken. Sie bekommen weder Information, ob Wasser auf Ihrer Haut, noch ob es zu heiß oder zu kalt ist. Sie können nicht erfahren, ob die Zahnbürste an den richtigen Stellen putzt, ob Sie noch Shampoo im Haar haben, usw. Sie können zwar handeln, aber sie erhalten kein Feedback. Sie waschen und pflegen sich, ohne eine Wirkung zu spüren, ohne ein Ergebnis zu erkennen. Sie verbrennen sich vielleicht beim Duschen, aber Sie merken es nicht, weil die elementaren zirkulären Prozesse, die alles Gelingen und Misslingen in dieser Welt bestimmen und zeigen, ausgeschaltet sind. Ihr Gehirn weiß zwar, dass es etwas tut, aber es erfährt nicht, was es tut. Genau das ist vom Prinzip her die Situation von Menschen, die zu wenig, zu spät oder gar nichts über die Wirkungen und Ergebnisse ihrer Arbeit erfahren.