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Warum Trump-Gegner ihr Fitnessstudio kündigen

Hashtags wie #cancelequinox oder #boycottequinox machen im Netz die Runde.
Hashtags wie #cancelequinox oder #boycottequinox machen im Netz die Runde.(c) APA/AFP/ANGELA WEISS (ANGELA WEISS)

Eine Spendenparty für den US-Präsidenten erhitzt die Gemüter. Stars wie Chrissy Teigen rufen im Netz zum Boykott der kultigen Luxus-Fitnessketten SoulCycle und Equinox auf.

Die Fitnessketten SoulCycle und Equinox erfreuten sich in den USA bisher großer Beliebtheit, denn die kultigen Luxus-Studios waren der Inbegriff des urbanen Millennial-Lifestyle. Doch nun hat das Unternehmen vieler seiner Kunden verloren. Der Grund ist eine Spendenparty für Donald Trump.

"EquiNOT" statt Equinox heißt es auf den Plakaten.(c) APA/AFP/ROBYN BECK (ROBYN BECK)

Zu dieser lud Milliardär Stephen Ross, Vorstandsvorsitzende des Unternehmens Related Companys, zu dem auch die Tochterfirmen SoulCycle und Equinox gehören. Bei dem Lunchtermin für die New Yorker High Society wurden Tickets für 5600 bis 250.000 Dollar verkauft, wie die "Washington Post" berichtet. Für 250.000 Dollar bekamen Gäste ein Foto mit dem Präsidenten und konnten sich an einer Diskussionsrunde beteiligen.

 

Stars rufen zum Boykott auf

Im Netz riefen auch Prominente wie Model Chrissy Teigen, Schauspieler Billy Eichner oder Filmemacher Michael Moore zum Boykott auf und twitterten ihre Kündigungsschreiben um ein Zeichen gegen Trumps Politik setzen.

Unter den Hashtags #cancelequinox oder #boycottequinox taten es ihnen viele Kunden gleich. Das Unternehmen veröffentlichte daraufhin ein Statement und distanzierte sich von der Causa. Equinox und SoulCycle haben in keinster Weise mit dem besagten Spendenevent zu tun. Stephen Ross sei lediglich ein passiver Investor und nicht ins Management involviert.

Auch vor den Fitnessstudios wurde protestiert.(c) APA/AFP/ROBYN BECK (ROBYN BECK)

Auch Ross selbst meldete sich zu Wort. Er kenne Trump seit 40 Jahren, sei mit ihm in manchen Dingen einigen, in manchen ganz uneinig und er habe nie davor zurückgeschreckt, seine Meinung zu sagen. Er arbeite mit den politischen Führern des Landes zusammen, um Arbeitsplätze zu schaffen. "Ich war und bin ein ausgesprochener Verfechter von Rassengleichheit, Inklusion, Vielfalt, öffentlicher Bildung und ökologischer Nachhaltigkeit und werde politische Führer auf beiden Seiten unterstützen, um diese Herausforderungen zu meistern."

(chrile)