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Boeing-Flugverbot belastet TUI

01 05 2019 Hannover Niedersachsen GER Boeing 737 der Fluggesellschaft TUIfly 737 Air Airli
Tui mit weniger Gewinn.imago images / Frank Sorge

Europas größter Reisekonzern bekommt auch die Brexit-Unsicherheit zu spüren. Gut läuft es im Kreuzfahrtgeschäft.

Das weltweite Flugverbot der Boeing 737 MAX und die Unsicherheit über den Brexit belasten den Reisekonzern TUI schwer. Dazu kommt noch der Preiskampf im Spaniengeschäft. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 (Ende September9 verringerte sich der operative Gewinn um 46 Prozent auf rund 101 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von rund 22 Mio. Euro - um 85 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Allein die Belastungen wegen des Flugverbots des Boeing-Unglücksmodells 737 MAX hätten 144 Millionen Euro ausgemacht.  TUI hat schon früher bekanntgegeben, dass man wegen der Maßnahmen, um das Flugzeug-Modell im Sommerflugplan zu ersetzen, im Gesamtjahr mit Belastungen von bis zu 300 Millionen Euro rechne.

"Trotz des in 2019 bislang anspruchsvollen Marktumfeldes bleibt unser operatives Geschäft robust", versuchte Konzernchef Fritz Joussen am Dienstag gute Stimmung zu machen. "Wir erwarten für das Gesamtjahr 2019 eine solide Entwicklung, das Ergebnis wird aber durch das Flugverbot für die 737 MAX wie erwartet nicht an das Ergebnis des Vorjahres anknüpfen." Joussen bekräftige allerdings die Zielmarke. Demnach soll der bereinigte operative Gewinn (Ebita) um bis zu 26 Prozent unter dem Vorjahreswert von 1,177 Milliarden Euro liegen.

Das Geschäft mit eigenen Hotels und Kreuzfahrten legte derweil weiter zu. "Die Abhängigkeit von den klassischen Reiseveranstaltern ist inzwischen deutlich niedriger als noch vor fünf Jahren", sagte Joussen. Nach den ersten neuen Monaten (Oktober bis Juni) stieg der Umsatz um 2,5 Prozent und das bereinigte Ebita lag bei minus 199,7 (Vorjahr: minus 17,1) Millionen Euro.

(red)