Wiens exklusivste Bibliothek – für Politiker

Tiefenspeicher der Parlamentsbibliothek im Palais Eppstein.
Tiefenspeicher der Parlamentsbibliothek im Palais Eppstein.(c) Mirjam Reither
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Politisch Interessierte kennen von der Parlamentsbibliothek bestenfalls den Lesesaal. Dorthin, wo die 370.000 Bände seit dem Umzug gelagert sind, kommt kaum jemand: in die Kellerräume des Palais Epstein.

Wien. Genau 19 Stufen geht es im Palais Epstein nach unten, bis man in Begleitung von Elisabeth Dietrich-Schulz den Kellerkorridor betritt. Plötzlich ertönt ein eindringlicher Ton. Denn nur Mitarbeiter dürfen die alarmgesicherte Bibliothek im Normalfall betreten. Dieser Tag ist aber eine Ausnahme, die Direktorin der Bibliothek führt Besucher persönlich durch die unterirdischen Räumlichkeiten.

Elisabeth Dietrich-Schulz zeigt die großen Katalogkarten, die in die Boxen geschlichtet sind. Da
Elisabeth Dietrich-Schulz zeigt die großen Katalogkarten, die in die Boxen geschlichtet sind. Da (c) Mirjam Reither

Wir befinden uns in Wiens unbekanntester Bibliothek – der Parlamentsbibliothek, die der Öffentlichkeit nur selten zugänglich ist. „Ein verstelltes Buch ist ein verlorenes Buch – das ist das Schlimmste“, meint Dietrich-Schulz. Sie dreht ein großes Rad auf der Vorderseite des Regals, dieses verschiebt sich und ebnet den Weg zu den Büchern, die alle katalogisiert sind. Mehr als 370.000 Bände umfasst die Bibliothek, beginnend mit den ersten parlamentarischen Aufzeichnungen des Reichtags von Kremsier 1848.


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