Novomatic finanziert Verein

Novomatic kooperiert mit einem Institut, das FPÖ-Mann Tschank gegründet hat.
Novomatic kooperiert mit einem Institut, das FPÖ-Mann Tschank gegründet hat.APA/HANS PUNZ

Der Konzern kooperiert mit einem Institut, das FPÖ-Mann Tschank gegründet hat.

Es gibt auch weniger prominente Namen als Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus, die im Zuge der Berichterstattung zur Causa Ibiza und Novomatic fallen. Zum Beispiel Markus Tschank. Der freiheitliche Abgeordnete gründete das Institut für Sicherheitspolitik (ISP) – das ist einer von 13 parteinahen Vereinen, die die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) überprüft. Anlass dafür sind die Aussagen Straches auf Ibiza, dass man mittels Vereinen verdeckte Geldflüsse an die Parteien ermöglichen könnte. Tschank selbst hat mittlerweile keine Funktion mehr in dem Verein, für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Was hat das nun mit Novomatic zu tun? Es gibt nur einen indirekten Zusammenhang. Auf Ibiza zählte Strache auch angebliche Großspender auf und meinte: „Novomatic zahlt alle.“ Der Konzern wies das entschieden zurück.

Die WKStA ermittelt auch in der Causa Postenschacher bei den Casinos Austria und Novomatic. Der Glücksspielkonzern Novomatic finanziert laut „Profil“ seit 2018 das Institut für Sicherheitspolitik“. Sowohl Vereinsgründer Tschank als auch Novomatic bestätigten einen Kooperationsvertrag mit definierten Gegengeschäften. Laut Tschank wurden die Einkünfte aus den Kooperationen ordnungsgemäß versteuert. Es habe „weder direkt noch indirekt Zahlungsflüsse an eine Partei oder parteinahe Organisationen“ gegeben. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky betont, dass der Verein mit der Partei nichts zu tun habe. red.