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Der Kampf um die Wiener Schule in Salzburg – Teil II

Kirill Petrenko.
Kirill Petrenko.(c) REUTERS (HANDOUT)
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Eine kleine Blütenlese zum Konzertprogramm im Festspiel-Ausklang.

Dass es der neue Chefdirigent der Berliner Philharmoniker einem Maurizio Pollini gleichtut, dürfte manchen überraschen: Kirill Petrenko konfrontiert in Salzburg (am 25. und 26. 8.) Beethoven mit Alban Berg und Tschaikowskys Fünfte mit Schönbergs Violinkonzert, also mit einem der zentralen Werke der Zwölfton-Ära, für Interpreten (Solistin: Patricia Kopatchinskaja) wie Hörer nicht leicht zu dechiffrieren.

Dass experimentell Verstörendes in Wien schon früher etabliert war, erfahren die Festspielgäste aber bereits im Klavierabend von Mitsuko Uchida (24. 8.): Während der drei letzten Schubert-Sonaten dürften die Hörer spätestens im langsamen Satz der A-Dur-Sonate aus dem Staunen nicht herauskommen! (sin)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.08.2019)