Ibiza-Video: Offenbar Hausdurchsuchung bei involviertem Anwalt

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Die Staatsanwaltschaft bestätigt die Hausdurchsuchung nicht. Der Anwalt soll den Kontakt zwischen Gudenus und der vermeintlichen russischen Oligarchennichte hergestellt haben.

Nach den Hausdurchsuchungen bei Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Ex-FPÖ-Klubchef Johann Gudenus haben die Soko Ibiza und die Staatsanwaltschaft Wien am Dienstag Hausdurchsuchung auch bei jenem Anwalt durchgeführt, der an Zustandekommen des Ibiza-Videos beteiligt gewesen sein soll. Das berichteten die ORF-Radios. Die Vorwürfe lauten auf Täuschung und verbotene Aufnahme.

Die Staatsanwaltschaft bestätigt die Hausdurchsuchung laut dieser Medienberichte nicht. Der Anwalt soll den Kontakt zwischen Gudenus und der vermeintlichen russischen Oligarchennichte hergestellt haben.

Anwalt M., der offenbar einer der Drehbuchautoren des Ibiza-Videos ist, hat schon vor Wochen eingestanden, in das „zivil-gesellschaftliche Projekt“ involviert gewesen zu sein und dabei „investigativ-journalistische Wege“ beschritten zu haben.

Gudenus hatte den Anwalt letzte Woche geklagt. Er wirft M. vor das Ibiza-Video gleich mehrfach mit hohem Gewinn an verschiedene Personen verkauft habe. Dabei bezieht er sich auf Recherchen von Gert Schmidt, dem Gründer des Blogs EU-Infothek, und auf den Steuerbetrüger Werner Rydl, der sich laut „Trend“ als Urheber und Financier des Videos geoutet hat. Zweifelsfrei geklärt ist bis heute freilich nicht, ob jemand für das Bildmaterial bezahlt hat. Die „Süddeutsche Zeitung“ und Der „Spiegel“ streiten dies jedenfalls ab.

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