Fed-Chef Powell sieht die US-Wirtschaft in guter Position

Archivbild. US-Präsident Donald Trump (hinten) fordert von Fed-Chef Jerome Powell (im Vordergrund) weitere Zinssenkungen.
Archivbild. US-Präsident Donald Trump (hinten) fordert von Fed-Chef Jerome Powell (im Vordergrund) weitere Zinssenkungen.REUTERS

In seiner Rede gibt der US-Notenbankchef wenige Hinweise auf die kommende Zinsentscheidung im September. US-Präsident Trump hat klar gemacht: er will eine lockere Geldpolitik.

Die US-Notenbank wird nach Angaben ihres Chefs Jerome Powell angemessen handeln, um die Konjunktur zu stützen. Aktuell befinde sich die Wirtschaft in einer "günstigen Position", sagte er am Freitag auf der alljährlichen Notenbank-Konferenz in Jackson Hole in Wyoming.

Aus seiner Rede ließen sich wenige Hinweise entnehmen, ob die Währungshüter auf ihrer nächsten Zinssitzung im September ihre Zinsen erneut senken werden. Powell benannte zwar eine Reihe von Risiken für die US-Konjunktur. Viele davon hingen mit dem US-Handelskonflikten mit China und anderen Ländern zusammen. Aber "insgesamt hat sich die US-Wirtschaft weiter gut entwickelt", sagte der Fed-Chef.

Die Notenbank hatte Ende Juli erstmals seit der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren ihren Leitzins um einen Viertelpunkt auf jetzt 2,00 bis 2,25 Prozent gesenkt. Damit reagierte sie auf den Handelskonflikt mit China, der zusehends auf die Weltkonjunktur und die heimische Wirtschaft durchschlägt. US-Präsident Donald Trump setzt die politisch unabhängige Fed schon länger unter Druck, ihre Geldpolitik zu lockern. Er erhofft sich davon Impulse für die Wirtschaft. Der Schritt im Juli ging ihm nicht weit genug. Erst am Montag forderte er eine Zinssenkung um mindestens einen vollen Prozentpunkt. Am Finanzmarkt wird derzeit erwartet, dass die Fed im September und mindestens noch ein weiteres Mal in diesem Jahr die Zinsen nach unten setzt.