Führungsfehler

Schöne neue Arbeitswelt, Teil 3, oder: Lost in Space

(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Kolumne: Das Thema ist ergiebiger als erwartet. Unsere Leser haben uns noch zwei Geschichten aus dem Open Space Büro anvertraut. Hier ist die erste.

Sie waren ganz schön aufgeregt. Der erste Tag im Open Space Office! Alle wollten live dabei sein. Großes Gedränge war die Folge. Und die Erkenntnis, dass es zu wenige Desks gab.   

Knapp jeder Dritte blieb übrig. Der Geschäftsführer klärte auf: Es waren nur für 70 Prozent der Mitarbeiter Tische angeschafft worden. Denn, so die Rechnung, durch Außendienst, Urlaub, Krankenstand und sonstige Absenzen waren zu jeder Zeit ohnehin nur sieben von zehn im Büro.

Nun aber standen alle 100 Prozent im Office. „Ärgerlich“, dachte der Geschäftsführer, „daran hätten wir denken müssen.“ Jetzt war es zu spät. „Es wird sich einspielen“, kalmierte er laut.

Ein Teil der Crew zog cassandrarufend wieder ab. Das fing ja gut an, unkten sie.  

Der Geschäftsführer war enttäuscht. Er wäre so gern gehuldigt worden. Die Möbel waren sauteuer gewesen.

Und jetzt jubelte niemand.

 

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Ähnlichkeiten mit realen Personen und Unternehmen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

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