Novomatic geht gegen Razzien vor

Bei Novomatic kam es zu Razzien – nach der Befragung eines Mitarbeiters, der sich „falsch interpretiert“ fühlt.
Bei Novomatic kam es zu Razzien – nach der Befragung eines Mitarbeiters, der sich „falsch interpretiert“ fühlt.(c) ALEX HALADA / picturedesk.com (ALEX HALADA)
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Die Ermittler vermuten einen „Konnex“ zwischen dem Glücksspielkonzern und der FPÖ. Ein Novomatic-Mitarbeiter, als Zeuge einvernommen, fühlt sich aber „bewusst falsch interpretiert“.

Wien. Der Glücksspielkonzern Novomatic hat am Montag Beschwerde gegen die Hausdurchsuchungen vom 12. August eingebracht. Damals gab es unter anderem Razzien im Haus und im Büro von Novomatic-Chef Harald Neumann, ebenso im Büro von Novomatic-Eigentümer Johann Graf. Dabei ging es um den Verdacht, dass es geheime Absprachen zwischen dem Konzern und der FPÖ in puncto Glücksspiellizenzen gab. Novomatic habe im Gegenzug geholfen, den FPÖ-Kandidaten Peter Sidlo zum Finanzvorstand der Casinos Austria zu machen. Richtig oder falsch? Das werden wohl die Ermittlungen zeigen. Die nunmehrige Beschwerde von Novomatic zeigt jedenfalls: Reibungslos verlaufen diese ganz und gar nicht.

In der Beschwerde geht es um Verdachtsmomente, die im Hausdurchsuchungsbefehl angeführt werden. Dort heißt es, die Zeugeneinvernahme des Compliance Officer von Novomatic habe ergeben, dass es einen „engen Konnex zwischen der FPÖ, dem von der FPÖ geführten Verteidigungsministerium und der Novomatic“ gebe.

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