Keine Koalition mit FPÖ: Dornauer rudert zurück

INTERVIEW: GEORG DORNAUER
INTERVIEW: GEORG DORNAUERAPA/EXPA/JOHANN GRODER
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Der Tiroler SPÖ-Chef bereut sein umstrittenes Interview mit dem rechten Magazin „Info-direkt“. In Sachen FPÖ ist er nun wieder ganz auf Parteilinie.

Nach seinem umstrittenen Interview mit dem als rechtsextrem eingestuften Magazin „Info-direkt“ zeigt sich der Tiroler SPÖ-Chef Georg Dornauer nun doch reuig. Er habe das Magazin nicht gekannt, beteuerte Dornauer gegenüber des ORF am Dienstag. Er hätte es im Nachhinein aber wissen müssen, das Gespräch sei ein Fehler gewesen. 

Dornauer hatte sich zuerst auf Twitter für das Interview gerechtfertigt. „Ich rede mit allen. Punkt“, stellte er klar. Am Dienstag sagte Dornauer, dass es sich bei dem vermeintlichen „Interview“ lediglich um ein Telefongespräch gehandelt habe. Er habe im Moment des Anrufs nicht einmal gewusst, wer da mit ihm rede. Er führe am Tag bis zu 70 Telefonate.

Dass aus dem Anruf ein doppelseitiges Interview geworden ist, mache ihn nicht glücklich. Ein zweites Mal würde er „Info Direkt“ jedenfalls kein Interview geben.

Mit Parteifchefin „d'accord"

Zu seinen Antworten stehe Dornauer inhaltlich aber „zu 100 Prozent“. Eine Koalition mit der FPÖ schließe er nicht "kategorisch" aus, hatte er in dem Interview mit „Info direkt“, und damit der SPÖ-Bundesparteivorsitzenden Pamela Rendi-Wagner widersprochen, die die Partei nach dem Ibiza-Skandal als "nicht regierungsfähig" bezeichnet hatte.

Als Demokrat wolle er bei Regierungsverhandlungen keine gewählte Partei kategorisch ausschließen, konkretisierte er am Dienstag. Es sei seit dem Telefonat jedoch viel passiert. Deswegen schließe er „mit dem heutigen Tag“ eine Koalition mit der FPÖ sehr wohl aus, die sich derzeit in einem „desolaten“ Zustand befinde. Er wisse zudem nicht einmal, an wen er sich bei der FPÖ im Moment wenden sollte. Die Aussage von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner, wonach die FPÖ nichts auf einer Regierungsbank zu suchen habe, unterstütze er. „Da bin ich zu 100 Prozent mit der Parteichefin d’accord“, sagte er.

(red.)

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