Gazastreifen nach Tod von zwei Polizisten in Alarmbereitschaft

Radikalislamische Hamas verstärken ihre Präsenz auf den Straßen im Gazastreifen
Radikalislamische Hamas verstärken ihre Präsenz auf den Straßen im GazastreifenREUTERS

Nach dem Tod von zwei palästinensischen Polizisten bei Explosionen im Gazastreifen herrscht in der Enklave erhöhte Alarmbereitschaft.

Das Innenministerium des Palästinensergebiets erklärte am Dienstagabend, bei zwei Detonationen an Kontrollpunkten seien zwei Polizisten getötet worden. Im Gazastreifen sei deswegen "Alarmbereitschaft" ausgerufen worden. Auf den Straßen war eine verstärkte Präsenz der radikalislamischen Hamas zu sehen, die im Gazastreifen an der Macht ist.

Die Ursache für die Explosionen blieb zunächst unklar. Israel wies jegliche Verantwortung zurück. Es habe keinen israelischen Luftangriff auf das Küstengebiet gegeben, erklärte die Armee. Augenzeugen vor Ort bestätigten der Nachrichtenagentur AFP, sie hätten keine Kampfjets gesehen.

Wenige Stunden zuvor hatte die israelische Luftwaffe als Reaktion auf einen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen Stellungen der radikalislamischen Hamas bombardiert. Bereits am Montag hatten israelische Kampfjets Vergeltungsangriffe auf ein Militärgelände der Hamas geflogen.

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern hatte sich zuletzt wieder verschärft. Seit Anfang des Monats hatten radikale Palästinenser wiederholt Raketen auf israelisches Gebiet gefeuert und versucht, den Grenzzaun des Gazastreifens zu durchbrechen. Israel reagierte mit Luftangriffen.

An der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel demonstrieren seit März 2018 jede Woche Palästinenser gegen die Blockade des Küstenstreifens. Die Demonstrationen münden häufig in Zusammenstöße mit israelischen Soldaten. Seither wurden mindestens 305 Palästinenser getötet, die meisten während solcher Proteste und Zusammenstöße. Die Zahl der getöteten Israelis liegt bei sieben.

 

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