Toyota und Suzuki kooperieren bei autonomem Fahren

Die Autobauer Toyota und Suzuki bündeln ihre Kräfte, um Elektrofahrzeuge und Kompaktautos füreinander herzustellen. Es wurde eine wechselseitige Beteiligung von je rund 5 Prozent fixiert.

Toyota will gemeinsam mit dem heimischen Kleinwagenspezialisten Suzuki Motor Technologien für autonomes Fahren entwickeln. Die beiden Konzerne einigten sich auf eine gegenseitige Beteiligung, gab Toyota am Mittwoch bekannt. Demnach übernimmt Toyota einen Anteil von rund 5 Prozent an Suzuki im Wert von 96 Milliarden Yen (817,51 Millionen Euro) und Suzuki Aktien an Toyota im Wert von 48 Milliarden Yen.

Die beiden Autobauer hatten vor einiger Zeit angekündigt, ihre Kräfte zu bündeln, um Elektrofahrzeuge und Kompaktautos füreinander herzustellen. In Indien wollen die Firmen Hybridfahrzeuge von Suzuki mit Motoren und Batterien von Toyota bauen. In Europa werden sie E-Autos basierend auf dem Toyota SUV-Crossover RAV4 und Corolla-Wagen für Suzuki produzieren, während Suzuki dem größeren Partner Benzinmotoren für Kompakt-Modelle liefern wird. Toyota hatte im Juni angekündigt, bis 2025 die Hälfte seines weltweiten Umsatzes mit Elektrofahrzeugen zu erwirtschaften, fünf Jahre früher als geplant.

Der Volkswagen-Konkurrent Toyota ist Japans größter Autobauer. Suzuki ist vor allem auf Kleinwagen spezialisiert und im Export von Motorrädern stark. Im Jahr 2016 hatte Suzuki mit einer Schadenersatzzahlung den Schlussstrich gezogen unter eine verunglückte Kooperation mit VW von 2009 bis 2011.

Autobauer suchen vermehrt nach Partnerschaften, weil sie wegen strengerer Umweltvorgaben mit steigenden Entwicklungsausgaben für neue Technologien rechnen. Zur Toyota-Gruppe gehören auch der heimische Kleinwagenhersteller Daihatsu sowie der japanische Nutzfahrzeughersteller Hino Motors.

(APA/Reuters/dpa)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.