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Oberbank gegen Bank Austria vor Gericht

Oberbank-Chef Gasselsberger: Die UniCredit soll sagen, was sie wirklich will
Oberbank-Chef Gasselsberger: Die UniCredit soll sagen, was sie wirklich willPEROUTKA Guenther / WB
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Wurde bei den Kapitalerhöhungen in der Drei-Banken-Gruppe Geld im Kreis geschickt? Die Bank Austria will das vor Gericht klären. Sie soll sagen, was sie will, und nicht mit juristischen Spitzfindigkeiten Unruhe stiften, sagt der Oberbank-Chef.

Die UniCredit-Tochter Bank Austria hat die 3-Banken, an denen sie beteiligt ist, vor Gericht gezerrt. Für die größte der Regionalbanken, die börsennotierte Oberbank, ist die erste Tagsatzung am 9. Oktober. Das gab Oberbank-Chef Franz Gasselsberger am Donnerstag bekannt.

In dem Streit geht es um den Vorwurf der Bank Austria, dass Kapitalerhöhungen der letzten Jahrzehnte nicht wirksam zustande gekommen seien, die untereinander verflochtenen Banken diese selbst finanziert hätten und dass Geld im Kreis geschickt worden wäre - was von den Regionalbanken entschieden zurückgewiesen wurde. Von Gasselsberger auch heute wieder.

In den Regionalbanken-Jahreshauptversammlungen im Frühjahr war die Bank Austria mit ihren Anträgen - auf Sonderprüfung in der Klagenfurter BKS und in der Innsbrucker BTV oder auf einen zusätzlichen Aufsichtsrat in der Oberbank - abgeblitzt. Sie brachte deshalb Anfechtungsklagen gegen die Hauptversammlungsbeschlüsse ein.

„Keine Unruhe stiften"

Die Linzer Oberbank hat die Klage beantwortet, Anfang Oktober ist nun die erste Tagsatzung. Zum konkreten Inhalt der Klagebeantwortung und zur weiteren Argumentation vor Gericht schwieg die Oberbank-Spitze heute. "Wir sagen, es war korrekt, dies haben uns auch die Behörden bestätigt", sagte Gasselsberger. Er gehe davon aus, dass dies auch die Gerichte bestätigen.

Bis heute wisse man nicht, was UniCredit wirklich vorhabe. "Sie sollen sagen, was sie wollen und nicht mit juristischen Spitzfindigkeiten Unruhe stiften", so der Oberbank-Chef.

Zur heutigen Halbjahrespressekonferenz wurde für die Oberbank ein Anstieg des Betriebsergebnisses um 1,8 Prozent auf 141,9 Millionen Euro gemeldet, nach Steuern wuchs der Gewinn bis Juni um 3,9 Prozent auf 118,4 Millionen Euro. Damit wurde ein Gewinnrückgang vom ersten Quartal im zweiten 2. Quartal wieder ausgeglichen. Die vor allem der Voestalpine geschuldeten nahezu halbierten Beteiligungsergebnisse wurden durch operative Zuwächse mehr als kompensiert.

Zum Ausblick auf das Gesamtjahr 2019 sagte Gasselsberger, er wäre hochzufrieden, wenn beim Jahresüberschuss annähernd das Ergebnis vom Vorjahr erreicht würde. Die Konjunkturabkühlung und die Niedrigzinspolitik der EZB setzen allen Banken zu. Zum Kreditgeschäft bleibt die Bank optimistisch. Fortgesetzt wird der Filialausbau, heuer sollen vor allem im deutschen Bundesland Baden-Württemberg noch mehrere Oberbank-Standorte eröffnen.

(APA)