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Steirischer Jobvermittler "Chamäleon" muss Insolvenz anmelden

Das Arbeitsmarktservice stellte die Förderungen ein und verlangt rund 500.000 Euro zurück.

Der steirische Verein "Chamäleon" zur Schaffung von Arbeitsplätzen muss laut dem Kreditschützer AKV Insolvenz anmelden. Die Aktiva betragen 162.000 Euro, die Passiva 684.000 Euro, somit liegt eine Überschuldung von 522.000 Euro vor. Hintergrund ist eine Rückforderung von Fördermitteln des AMS der Jahre 2010 bis 2018. Hier soll es zu Unregelmäßigkeiten im Ausmaß von 498.000 Euro gekommen sein.

Von der Insolvenz betroffen sind 26 Dienstnehmer. Das Arbeitsmarktservice ist einer der wesentlichen Fördermittelgeber des Vereins, der 1988 gegründet wurde. Zweck des nicht auf Gewinn ausgerichteten Vereins ist die Förderung und Betreuung von aus dem Arbeitsprozess herausgefallenen Menschen, mit Fokus auf Langzeitarbeitslose. Die Finanzierung erfolgt insbesondere über Mitgliedsbeiträge, Subventionen, Erlöse von Veranstaltungen, Spenden und sonstige Zuwendungen.

Im Zuge einer turnusmäßigen Überprüfung durch die Bundes-Buchhaltungsagentur wurden offenbar Abrechnungsunstimmigkeiten durch das AMS geltend gemacht. Weitere AMS-Förderungen wurden eingestellt. Der Großteil der Aktiva von rund 162.000 Euro entfällt auf offene Forderungen und bestehende Guthaben. Mit einer Fortführung von "Chamäleon" ist nicht zu rechnen.

(APA)