Entrepreneurship

Start-up-Steckbrief: Mentoring für Frauen auf Zeit

WoMentor
Melina Landen-Holecek , Gründerin Désirée Jonek, Laura Skalvy und Astrid Koger vom WoMentor-Team.(c) Copyright: Ekaterina Winter

Jede Woche stellen wir ein vielversprechendes österreichisches Start-up vor. Diesmal: Das Start-up WoMentor möchte Frauen vernetzen und empowern.

WoMentor: Die Idee

WoMentor möchte Frauen in allen Lebenslagen auf ihrem Karriereweg und in verschiedenen Lebenslagen abholen und unterstützten. Jede Mentee bekommt eine Mentorin oder einen Mentor für ein Jahr zur Seite gestellt. Gemeinsam soll an den persönlichen Zielen gearbeitet werden, „ganz egal ob das Ziel eine angestrebte Jobposition oder ein Teilzeitjob neben der Kindererziehung ist“, erklärt die Gründerin Désirée Jonek.

Das Besondere

Am Mentoring-Programm soll jede Frau teilnehmen können. „Vor allem in einer Break-Phase braucht man Unterstützung“, sagt Mitglied des Teams, Astrid Koger. Deswegen ist es für Frauen, die sich den Mitgliedsbeitrag aktuell nicht leisten können, dennoch möglich teilzunehmen. Sie können ihn zu einem späteren Zeitpunkt begleichen. Eine weitere Besonderheit: Frauen und Männer coachen die weiblichen Mentees. „Wir wollen die männliche Perspektive nicht auslassen“, sagt Koger. „Unsere männlichen Mentoren wollen dafür sorgen, dass mehr Frauen mit am Tisch sitzen.“

WoMentor
Die Gründerin Désirée Jonek beim ersten Kick-Off Event im Packhaus in Wien.(c) Photographer: Ekaterina Winter

Die größte Hürde

Schwierig sei es, den Job mit der (bis jetzt) ehrenamtlichen Arbeit zu verbinden und genug Ressourcen zu haben. Das fünfköpfige Team trifft sich wöchentlich, um WoMentor möglichst professionell aufzuziehen.

Fehler, die die Gründer nicht mehr machen würden

Koger: „Wir werden unsere Arbeitsprozesse noch etwas optimieren.“ Der Prozess des „Matching“, also der Zusammenfindung eines Mentors und eines Mentees, sei komplex und mit großem Aufwand verbunden. Man wolle sich bei jedem Match zu 100 Prozent sicher sein, dass die beiden Personen gut miteinander harmonieren.

Der kurioseste Moment

Nach der Gründung hätten sich Männer über die Idee, dass nur Frauen als Mentees teilnehmen können, negativ geäußert. „Aber wenn man keine Frau ist, dann bemerkt man die Benachteiligung oft nicht“, sagt Astrid Koger.

Das nächste Ziel

In den nächsten Monaten möchte das Start-up die Community vergrößern und alle drei Monate ein Kick-Off-Event mit neuen Matches veranstalten. Außerdem soll der Mentoring-Guide, ein Leitfaden für die Teilnehmer, laufend verbessert und ergänzt werden.

Gründungsjahr: 2018
Anzahl der Mitarbeiter: 5
Geschäftsführer: Désirée Jonek

Kontakt
Wien
astrid@womentor.at
www.womentor.at

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