ÖVP will 3000 Euro steuerfreien Mitarbeiterbonus

Arbeiterin in der Industrie
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Die Mitarbeiterbeteiligung an Firmengewinnen soll nicht auf den Erwerb von Unternehmensgewinnen begrenzt bleiben. Die Mitarbeiter sollen auch von einem steuerfreien Bonus profitieren können.

Das heimische Steuerrecht sieht bereits heute die Möglichkeit eines  Freibetrages von bis zu 3000 Euro pro Jahr für den Erwerb von Unternehmensanteile durch Mitarbeiter vor. In der Praxis funktioniert das  nur für Aktiengesellschaften, die ihrer Belegschaft relativ leicht auch sehr kleine Anteile an ihrem Unternehmen in Form von Aktien übertragen können.

Das möchte die ÖVP jetzt ändern. Denn hierzulande sind die kleinen und mittleren Unternehmen zumeist als Gesellschaften mit beschränkter Haftung konstruiert, bei denen Änderungen in der Unternehmensbeteiligung mit hohen Kosten und Aufwendungen verbunden sind. Die Volkspartei will deshalb eine erweiterte Form der Mitarbeiterbeteiligung auch den Klein- und Mittelbetrieben ermöglichen. So sollen in Zukunft alle Unternehmen die Wahl haben, ob sie die 3000 Euro in Form von Eigentumsanteilen übertragen oder eine Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter vorsehen wollen. Die neue Mitarbeiterbeteiligung soll weiterhin frei von allen Steuern und Abgaben sein. Bis zu zehn Prozent des Gewinnes soll so an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden können.

Wir müssen Anreize setzen, dass Betriebe gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgreich sind und die Mitarbeiter auch am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens Anteil haben, begründet Parteichef Sebastian Kurz den Vorschlag, der als Teil des 100-Projekte-Programmes der ÖVP vorgeschlagen wird. Mit der neuen Form der Mitarbeiterbeteiligung wolle man gleichzeitig weiter die hohe Steuerbelastung senken.

 

(red./herbas)