Robert Mugabe: Der langsame Tod des Despoten

Mit 93 Jahren war Robert Mugabe bei seinem unfreiwilligen Abgang im November 2017 nach 37 Jahren an der Macht das älteste Staatsoberhaupt der Welt.
Mit 93 Jahren war Robert Mugabe bei seinem unfreiwilligen Abgang im November 2017 nach 37 Jahren an der Macht das älteste Staatsoberhaupt der Welt.REUTERS

Robert Mugabe prägte das Schicksal Simbabwes seit der Unabhängigkeit. Um an der Macht zu bleiben, stürzte er sein Land in Gewalt und ins Desaster – bis die Armee 2017 eingriff.

Der Greis hielt viel auf seine Gesundheit, einen asketischen Lebensstil und seinen Draht zu Gott, und als vor drei Jahren Spekulationen über seinen Tod herumgeisterten, beschied Robert Mugabe voreiligen Nachrufern in einer Mischung aus Häme, Hybris und Präpotenz: „Es stimmt: Ich war tot. Aber ich wurde wie immer wiedergeboren.“ Zunehmend abwesend und verwirrt, gezeichnet von Alter und Krankheit, inszenierte er wie zum Trotz seine Geburtstage in bunter Aufmachung als Volksfeste in Fußballstadien, dass viele Simbabwer dachten, der „Big, Old Man“ würde ewig leben und nie von der Macht weichen.

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