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China warnt Demonstranten in Hongkong vor "Zerquetschen"

Demonstrant in Hongkong
Demonstrant in Hongkong(c) Reuters
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Die ehemalige britische Kronkolonie sei ein untrennbarer Teil der Volksrepublik, jede Art von Abspaltungsversuchen würden "zerquetscht“, wird gedroht.

Nach einem erneut gewaltsamen Protest-Wochenende in Hongkong warnt China die Demonstranten eindringlich vor weiteren Eskalationen. Die ehemalige britische Kronkolonie sei ein untrennbarer Teil der Volksrepublik, schrieben staatliche chinesische Medien am Montag. Jede Art von Abspaltungsversuchen würden "zerquetscht".

Die Demonstranten sollten aufhören, die Geduld der Zentralregierung auf die Probe zu stellen, hieß es in der "China Daily". Die Kundgebung am Sonntag beweise, dass ausländische Kräfte hinter den Protesten steckten. Tausende Demonstranten hatten Präsident Donald Trump vor dem US-Konsulat in der chinesischen Sonderverwaltungszone dazu aufgerufen, Hongkong "zu befreien".

Ungeachtet der Warnung demonstrierten Hunderte Schüler am Montag Solidarität mit der Protestbewegung. In mehreren Stadtteilen bildeten sie Menschenketten. Die Regierungsgegner fordern unter anderem die Freilassung aller festgenommenen Demonstranten.

Bürgerrechtler Wong festgenommen

Für internationale Aufmerksamkeit sorgt der Fall des Aktivisten Joshua Wong, einem der bekanntesten Bürgerrechtler. Er war am Sonntag nach einem Besuch in Taiwan am Hongkonger Flughafen in Gewahrsam genommen worden. Er wollte von dort aus nach Deutschland und in die USA weiterreisen. Die Behörden warfen dem 22-Jährigen aber vor, gegen seine Kautionsauflagen verstoßen zu haben.

Am Montag ließ ihn die Polizei wieder frei. Die Festnahme sei ein Irrtum gewesen, berichtete der Lokalsender RTHK. Wong darf demnach alle Auslandsreisen antreten, die er schon vor seiner Festnahme vereinbart hatte. Nach Angaben der Parteisprecherin wird er bis Ende September unterwegs sein.Er wird unter anderem in Berlin erwartet, wo er unter anderem als Ehrengast an einem von der "Bild"-Zeitung organisierten Fest im Reichstagsgebäude teilnehmen soll.

Wong war schon im Alter von zwölf Jahren politisch aktiv. 2014 wurde er durch die Regenschirm-Proteste für freie Wahlen in der chinesischen Sonderverwaltungszone weltweit bekannt. Schon damals saß er in Haft.

(Apa/Reuters)