Leichtestes Frühchen in Österreich darf Innsbrucker Klinik verlassen

250 Gramm - leichtestes je in Österreich geborenes Frühchen (Symbolbild)
250 Gramm - leichtestes je in Österreich geborenes Frühchen (Symbolbild)dpa/dpaweb

Am Mittwoch darf das Mädchen, das bei der Geburt nur 350 Gramm wog, mit seiner Familie nach Hause. Das Frühchen sei auch eines der leichtesten der Welt gewesen, hieß es.

Vor drei Monaten ist an der Innsbrucker Klinik das leichteste je in Österreich geborene Frühchen auf die Welt gekommen. Am Mittwoch darf das Mädchen, das bei der Geburt nur 350 Gramm wog, mit seiner Familie nach Hause, teilte die Klinik am Dienstag mit.

Das Frühchen sei auch eines der leichtesten der Welt gewesen, hieß es. "Das ganze Team freut sich riesig, dass sie uns morgen verlassen wird", erklärte Ursula Kiechl-Kohlendorfer, Direktorin der Klinik für Pädiatrie II (Neonatologie) der Innsbrucker Kinderklinik - "und noch dazu in einem gesunden und robusten Zustand".

Betreuung bis zur Einschulung

Nunmehr weise das Mädchen ein Gewicht von knapp 2,3 Kilogramm auf. Ihre Prognose ist laut Klinik gut, wie alle Frühgeborenen werde sie von der Neonatologie aber bis zu ihrer Einschulung regelmäßig betreut.

Über drei Monate war das Mädchen auf der Neonatologie zu Hause, gemeinsam mit ihrer Mutter. "Wir versuchen natürlich die Eltern soweit wie möglich in die Pflege ihres Kindes miteinzubeziehen", so Heidi Köll, die Pflegeleiterin der Neonatologischen Intensivstation. Bei so einem leichten Frühchen sei die Pflege aber "sehr herausfordernd".

„Kämpferin“

Gerade zu Beginn war das Wissen des gesamten Teams und die moderne Medizin gefordert. Es sei jedoch schon kurz nach der Geburt klar gewesen, dass "die Kleine eine Kämpferin ist". Beeindruckend war für die SpezialistInnen vor allem, dass sie nie invasiv beatmet werden musste - und das obwohl Atemerschöpfung zu den typischen Problemen von Frühgeborenen gehöre.

Das Kind hatte frühzeitig geholt werden, da es nicht mehr gewachsen ist. 17 Tage musste das Mädchen künstlich ernährt werden, allerdings konnte sie ab dem zweiten Lebenstag bereits Muttermilch zu sich nehmen - 0,5 Milliliter alle drei Stunden.

(APA)