"Times"-Ranking: Uni Wien verbessert sich, TUs rutschen ab

Archivbild: Uni-Aufnahmetest in Wien
Archivbild: Uni-Aufnahmetest in WienAPA/ROBERT JAEGER

Neu in der Auflistung dabei sind die Medizin-Uni Innsbruck und die Uni Klagenfurt. Abwärts ging es für die Unis Innsbruck und Linz.

Ein Auf und Ab für die österreichischen Universitäten bringt die neue Ausgabe des "Times Higher Education World University Ranking". Die Universität Wien als beste heimische Hochschule verbesserte sich von Platz 143 auf 134. Neu mit dabei sind die Medizin-Uni Innsbruck und die Uni Klagenfurt. Abwärts ging es dagegen für die Unis Innsbruck und Linz sowie die Technischen Unis Wien und Graz.

Die Medizin-Unis Wien und Graz klassierten sich wie im Vorjahr im Platzbereich 201 bis 250 (ab Platz 200 wird nur mehr in 50-er-Schritten gerankt, ab Platz 400 in 100-ern und ab Platz 601 in 200-ern, Anm.). Neu dabei sind die Medizin-Uni Innsbruck auf Platz 251 bis 300 sowie die Uni Klagenfurt auf 301 bis 350. Jeweils abwärts ging es dagegen für die Technische Universität (TU) Wien auf Platz 351 bis 400 (Vorjahr: 251 bis 300) sowie die Uni Innsbruck auf Platz 401 bis 500 (Vorjahr: 351-400). Die Uni Innsbruck hat damit zwei Jahre in Folge zahlreiche Plätze verloren.

Top-10 und Rang österreichischer UnisAPA

Unverändert im Platzbereich zwischen 501 und 600 blieb die Universität Graz, wo auch die TU der steirischen Landeshauptstadt liegt - für letztere ging es allerdings bergab (Vorjahr: 401-500). Ebenfalls Plätze verlor die Uni Linz, die auf den Rängen 601-800 geführt wird (Vorjahr: 501-600), unverändert auf 601 bis 800 blieb die Montanuni Leoben.

"Abfall einiger Hochschulen enttäuschend"

Ranking-Herausgeberin Ellie Bothwell zog eine gemischte Bilanz für die Austro-Unis: "Die gute Nachricht ist, dass Österreich im heurigen Jahr mit elf statt wie bisher mit neun Universitäten vertreten ist. Vielversprechend ist auch, dass mit der Uni Wien das Flaggschiff der österreichischen Hochschulen mit Platz 134 seine beste Platzierung mit der seit 2011 bestehenden Ranking-Methode erreicht hat." Dies sei vor allem auf bessere Werte für das Forschungsumfeld und Drittmittel aus der Wirtschaft zurückzuführen. "Andererseits ist der Abfall einiger weiter hinten gerankter Hochschulen enttäuschend."

Nur wenige Änderungen gab es an der Spitze des Rankings: Die Universität Oxford (Großbritannien) blieb an der Spitze, gefolgt vom California Institute of Technology (USA) und der University of Cambridge (Großbritannien). Es folgen die Stanford University, das Massachusetts Institute of Technology (MIT), Princeton, Harvard, Yale, die University of Chicago (alle USA) und das Imperial College London (Großbritannien). Die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich ist auf Platz 13 die beste kontinentaleuropäische Universität, die Universität München als beste deutsche Hochschule kommt auf Platz 32. Dominiert wird die Rangliste wie jedes Jahr von US-Unis: 14 der Top 20- sowie 60 der Top 200-Unis sind in den USA beheimatet.

Zum Vergleich: Während Österreich eine einzige Uni unter die besten 200 bringt, sind die Niederlande gleich zehn Mal vertreten. Die Schweiz kommt auf sechs Top 200-Unis, Schweden auf fünf, Belgien auf vier und Dänemark auf drei sowie Finnland und Norwegen auf je eine.

Uni-Wien-Rektor nennt Ergebnis "sehr erfreulich"

"Sehr erfreulich" ist der erneute Platzgewinn der Universität Wien für deren Rektor Heinz Engl. Er führt das auf die Bewertungen bei den Zitationen und der Forschung aufgrund der "konsequenten Berufungspolitik" zurück. "Schlicht sensationell" bewertet der Rektor der Universität Klagenfurt, Oliver Vitouch, den Neueinstieg seiner Uni ins Ranking gleich im Bereich der Plätze 301 bis 350. "Ein kometenhafter Aufstieg, der dem Motto unserer Universität, per aspera ad astra (durch das Raue zu den Sternen, Anm.), ideal entspricht", hieß es in einer Aussendung. Dieser Erfolg komme gerade recht für das 2020 anstehende 50-Jahr-Jubiläum der Uni. "Die THE-Platzierung zeigt eindrucksvoll, dass wir in Forschung und Lehre im Konzert der Besten mitspielen."

(APA/Red.)