Bühne

Burgtheater: Dionysos stürmt die Burg

Nebel, Lichtspiele, Trommeln, Geigen und Gesang. Vor allem aber kunstvolles Schreiten und Sprechen auf stets sich verändernden Plattformen: „Die Bakchen“ als Gesamtkunstwerk.
Nebel, Lichtspiele, Trommeln, Geigen und Gesang. Vor allem aber kunstvolles Schreiten und Sprechen auf stets sich verändernden Plattformen: „Die Bakchen“ als Gesamtkunstwerk.(c) APA (Hans Punz)

Saisoneröffnung unter dem neuen Direktor, Martin Kušej, mit Ulrich Rasches wuchtig-plakativer Inszenierung der „Bakchen“ des Euripides: Ein Kraftakt.

Burgtheater. Abend. Premiere. Saisonauftakt. (Trommeln). Neuer Direktor (Streicher). Ein deutscher Regisseur (Chor). Theben (Nebel). Text! Von Euripides. (Eine gewaltige Maschine taucht aus dem Dunkel auf). Und jetzt alle zusammen: „Auf, ihr Bakchen!“ So abgehackt wie den Sprechrhythmus dieser Einleitung stelle man sich das Theater vor, mit dem Martin Kušej am Donnerstag als Intendant seine erste Spielzeit in Wien begonnen hat. Er engagierte für die Eröffnungspremiere Ulrich Rasche. Der bewährte Shootingstar unter deutschen Regisseuren hat im Vorjahr bei den Salzburger Festspielen mit einer strengen Interpretation der ältesten der attischen Tragödien überrascht – „Die Perser“ des Aischylos – und auch bei Kušej in München inszeniert.