Geld & Finanzen

Was passieren kann, wenn Powell nicht liefert

Übermächtig oder überschätzt? Jerome Powell, Chef der US-Notenbank Fed.
Übermächtig oder überschätzt? Jerome Powell, Chef der US-Notenbank Fed.(c) REUTERS (ARND WIEGMANN)

Nach der umstrittenen Lockerung der Geldpolitik durch die EZB ist diese Woche die US-Notenbank an der Reihe. Die Erwartungen der Anleger an sie sind hoch, ihre Macht möglicherweise überschätzt. Das kann gefährlich werden.

Wien. Die Bühne im ausgehenden Jahr gehört den Notenbanken. Bestimmten sie das Geschehen der Wirtschaft und insbesondere des Kapitalmarktes schon in den vergangenen zehn Jahren so sehr wie nie zuvor, so ist ihnen nun im Herbst 2019 die absolut ungeteilte Aufmerksamkeit der Wirtschaftsakteure und der Anleger-Community gewiss. Vor allem Zweitere hängt ja am Tropf des ultralockeren Notenbankgeldes wie an einer Droge. Und während Experten Sinn und Zweck dieser Geldpolitik immer mehr anzweifeln, weil die Staaten die damit erkaufte Zeit für Strukturreformen ja doch kaum nützen, richten Börsianer ihre Anlageentscheidung weiterhin stark an den Entscheidungen der Notenbanker aus.