Neue Bundesschulsprecherin will plastikfreie Schule

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Jennifer Uzodike drängt auf Politische Bildung, Medienkunde und auf eine Reform der Leistungsbeurteilungsverordnung.

Die neue Bundesschulsprecherin Jennifer Uzodike plädiert für die Einführung eines mit Medienkunde gekoppelten neuen Fachs Politische Bildung ab der siebenten Schulstufe. Außerdem soll die Leistungsbeurteilungsverordnung konkretisiert und bereits in der Volksschule Lehrer-Feedback eingeführt werden, so Uzodike bei einer Pressekonferenz am Montag.

"Die Leistungsbeurteilungsverordnung kann sehr verschieden ausgelegt werden", bemängelte Uzodike. "Wir brauchen daher Leitfäden, wie genau eine Schülerin oder ein Schüler beurteilt werden sollen." Das bedeute auch eine Art "gläserne Note": "Jeder soll wissen, wie derzeit die Note aussieht und aus welchen Kriterien sie sich zusammensetzt."

Änderungen bei der Oberstufe

Änderungen müsse es auch bei der Neuen Oberstufe (NOST) geben. Diese wird derzeit an zahlreichen Schulen erprobt und soll in diesem Schuljahr evaluiert werden. "Das derzeitige NOST-System ist nicht hinnehmbar, das gilt für alle Schulpartner", monierte die Wienerin. Die Bundesschülervertretung (BSV) müsse in die Evaluierung einbezogen werden.

Weiters will Uzodike auch stärker die Interessen der Pflichtschüler vertreten (die BSV wird nur von den Schülervertretern an Berufsschulen, AHS-Oberstufen und BMHS gewählt, Anm.) und Umweltschutz-Themen forcieren. So sollen etwa Umweltschutz und Klimawandel in die Lehrpläne integriert werden sowie eine plastikfreie Schule und flächendeckende Mülltrennung realisiert werden.

ÖVP-Schüler haben Mehrheit

Uzodike stammt aus der VP-nahen Schülerunion, die sich in der BSV auf eine Mehrheit von 25 von 29 Mandaten stützen kann. Kritik am Wahlmodus kommt vom traditionellen Konkurrenten, der SP-nahen Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS). Derzeit wählen die jeweiligen Schulsprecher eines Bundeslands ihre Landesschülervertreter in den drei Bereichen AHS-Oberstufe, Berufsschule und BMHS in die BSV, die wiederum den Bundesschulsprecher kürt. Die AKS will dagegen eine Direktwahl durch die Schüler.