Israel: Netanjahus letzter Kampf

Benjamin Netanjahu ist erneut im Mittelpunkt des Machtpokers in Jerusalem. Doch seine Karten sind diesmal schlechter als bei der Wahl im April.
Benjamin Netanjahu ist erneut im Mittelpunkt des Machtpokers in Jerusalem. Doch seine Karten sind diesmal schlechter als bei der Wahl im April.(c) REUTERS (AMMAR AWAD)

Für den Premier hat sich die Lage nach der Wahl verschlechtert. Die Zeichen deuten auf Große Koalition – womöglich ohne ihn.

Jerusalem. Benjamin Netanjahu ließ sich diesmal lange Zeit mit seinem Auftritt bei der Wahlparty seiner Likud-Partei in Tel Aviv. Unter „King Bibi“-Sprechchören sprach Israels Langzeitpremier um drei Uhr früh von besonderen Herausforderungen und dem Nahost-Friedensplan der Trump-Regierung, und er warnte vor einer antizionistischen, linken Regierung unter seinem Herausforderer Benny Gantz. Der Ex-Generalstabschef appellierte dagegen in seiner Ansprache an die Einheit des Landes und schwor die Nation auf eine breite Zusammenarbeit ein.