Schnellauswahl
Quergeschrieben

Warum schon feststeht, wie nach dem 29. September regiert wird

Der uninspirierte Wahlkampf zeigt vor allem eines: wie sozialdemokratisiert die heimischen Parteien mittlerweile sind.

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Das einzig wirklich Erfreuliche an diesem nun seinem wohlverdienten Ende entgegentaumelnden Wahlkampf ist: dass er endlich bald zu Ende ist. Denn selbst politisch Interessierte hat diese Auseinandersetzung auf eine harte Probe gestellt. Das erste Mal war der Wahlkampf selbst zentraler, fast einziger Gegenstand dieses Wahlkampfes, der damit in einem unzumutbaren Ausmaß selbstreferenziell geworden ist, indem er immer nur um sich selbst kreist. Wenn sich Wahlkämpfer primär damit beschäftigen, wie Wahlkämpfer wahlkämpfen, dann ist lähmende Langeweile die zwingende Folge. Wo der Konflikt darüber, ob eine Partei die Kosten ihrer Werbe-Kugelschreiber ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit oder doch den Kosten des Wahlkampfes buchhalterisch zuzuordnen hat, gleichsam der härteste ideologische Konflikt geworden ist, wendet sich auch der politische Feinspitz verdrossen ab.