Weltjournal

Koks aus dem Meer: Eine kleine Geschichte der Narco-U-Boote

Dieses kolumbianische Drogen-U-Boot (eigentlich ein Halbtaucher) wurde 2007 im Pazifik von einem US-Kriegsschiff aufgebracht. Seine Kokainfracht war rund 350 Millionen Dollar wert.U.S. Border Protection

Am Donnerstag brachten kolumbianische Kriegsschiffe ein Klein-U-Boot mit acht Tonnen Kokain an Bord auf, das wohl für die USA bestimmt war. Die Methode ist schon lange kein Einzelfall mehr, die U-Boot-Bauer griffen bisweilen sogar auf russische Technik zurück.

Kolumbianische Kriegsschiffe haben vor der Pazifikküste des Landes ein U-Boot von Drogenschmugglern aufgebracht und darin nicht weniger als acht Tonnen Kokain gefunden. Das Boot wurde vor der Hafenstadt Tumaco gefunden, wie der Radiosender Caracol am Donnerstag (Ortszeit) meldete. Das Kokain soll einen Verkaufswert von umgerechnet rund 238 Millionen Euro haben und hätte in einen nicht näher genannten mittelamerikanischen Staat oder nach Mexiko gebracht werden sollen. Vor oder an der Küste Kolumbiens sind heuer bereits 20 solcher „Narco-Subs" beschlagnahmt worden, hieß es.