Quergeschrieben

Kurz und die Welt: Wie ein Vorteil plötzlich zum Nachteil wird

Außenpolitik kam im Wahlkampf bisher nicht vor. Das ist fahrlässig. Österreich steht wegen Koalitionsbruchs und Affären unter besonderer Beobachtung.

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Wer von außen den Wahlkampf 2019 verfolgt, muss Österreich für eine Insel der Seligen, für ein Land der Einsamen halten. Außenpolitik kam in dieser Wahlauseinandersetzung nicht vor. Die Welt rund um uns scheint einfach nicht zu existieren.

Nicht einmal in der Europa-Variante. Die EU-Themen wurden offenbar für die EU-Wahl im Mai verbraucht und danach weitgehend entsorgt. Wem allerdings der Besuch von FPÖ-Spitzenkandidat Norbert Hofer bei seinem „Freund“ Viktor Orbán in Ungarn als außenpolitischer Akzent genügt, der war gut versorgt.

War Österreichs Position in der Welt ein Thema? Nein. Wurde der Wähler informiert, wer Österreichs Verbündete und/oder Freunde sein werden? Nein. Mit wem Österreich bei welchem Thema gemeinsame Sache machen möchte? Nein. Die Allüren, irgendwo vermitteln zu wollen, sind verflogen. Das kann man positiv sehen.