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Nationalratswahl

Die Folgen nach dem Strache-Beben

Archivbild: Strache vor seinem Wahlkampf-Bus im Sommer 2017
Archivbild: Strache vor seinem Wahlkampf-Bus im Sommer 2017ALEX HALADA / AFP / picturedesk.com
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Wie werden sich Ibiza und die Spesencausa auf das Ergebnis auswirken? Womöglich sind die Folgen für den Sonntag gering – für die Zeit danach aber nicht.

Wien. Die Dramaturgie erinnert an Ibiza: Eine Woche vor der Wahl, Ende Mai war es noch die EU-Wahl, erschüttert ein Skandal die Republik. Damals trat Heinz-Christian Strache nach seinen kompromittierenden Aussagen auf Ibiza als Vizekanzler und FPÖ-Chef zurück. Und seine Partei? Die fiel am Wahlsonntag zwar auf 17,2 Prozent zurück – verlor aber nicht so viele Stimmen, wie von manchen vermutet. Nun, eine Woche vor der Nationalratswahl, ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien gegen Strache wegen des Verdachts der Veruntreuung. Und in der FPÖ ist längst ein Machtkampf ausgebrochen.

1. Warum ist der „Teflon-Faktor“ der FPÖ trotz zahlreicher Affären so hoch?

Auch wenn die (Wahl-)Geschichte schon öfter gezeigt hat, dass nicht jeder Skandal schadet, so hat sich bei der FPÖ seit Ibiza einiges angesammelt: Neben der aktuellen Spesen-Affäre laufen Ermittlungen in der Casino-Causa. Noch immer ist ungeklärt, ob und von wem (nämlich: vielleicht von Kickls damaligen Kabinettschef?) Identitären-Chef Martin Sellner vor der Hausdurchsuchung gewarnt wurde. Dazu kommen mehrere „Einzelfälle“: von Ursula Stenzel bis zu Hitler-Geburtstagsgrüßen. Doch die FPÖ scheint das bisher relativ unbeschadet wegzustecken. Warum?