Absatzchancen

Voest-Chef sieht neues Geschäft im Inneren von Elektroautos

Voest-Chef Herbert Eibensteiner
Voest-Chef Herbert EibensteinerAPA/HELMUT FOHRINGER
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Die Batteriekästen der neuen Elektroautos würden  geradezu danach schreien, aus Komponenten der Voestalpine gefertigt zu werden, meint Konzernchef Herbert Eibensteiner.

Mit dem Vordringen von Elektroautos sieht die Voestalpine auch neues Geschäft für sich.  Die traditionell als Autoteilezulieferer tätige Voestalpine war bisher im "Motor" von Fahrzeugen relativ wenig vertreten. Die Batteriekasten der neuen Elektroautos würden allerdings geradezu danach schreien, aus Komponenten der Voestalpine gefertigt zu werden, meint Konzernchef Herbert Eibensteiner.

Um den Absatz von Elektro-Fahrzeugen anzukurbeln, braucht es laut Eibensteiner in jedem Fall Förderungen. "Die Länder, die erfolgreich sind und sehr hohe E-Mobilitäts-Raten haben, haben alle gefördert", sagte der Voestalpine-Chef am Donnerstag beim Börsianer Festival. Das sei auf jeden Fall besser als über zusätzliche Belastungen zu sprechen. Bewiesen sieht er dies gerade am Beispiel Chinas: Dort habe man sich entschlossen, die Förderungen zurückzufahren und der Absatz sei abrupt eingebrochen.

Dass viele Autokäufer noch nicht umgestiegen sind, liegt nicht nur an Reichweitenfragen, sondern auch daran, dass E-Autos teuer sind. Für den Voestalpine-Chef hängt das auch noch mit Skaleneffekten durch niedrige Stückzahlen zusammen. Die Stromnetze seien ebenfalls ein Thema, gerade in Österreich. Da gebe es noch nicht überall ausreichend belastbare Netze.

Eibensteiner geht davon aus, dass im Pkw-Verkehr in den nächsten zehn bis 15 Jahren die E-Mobilität die interessantere Technologie ist, Wasserstoff indes wäre auf eher langen Strecken und damit für den Transportsektor relevant.

VW-Werk Emden wird reine E-Auto-Fabrik

Nach Zwickau soll der deutsche Standort Emden das nächste reine Elektroauto-Werk des Autokonzerns Volkswagen werden. Der Produktionsvorstand der Kernmarke VW Pkw, Andreas Tostmann, bekräftigte am Rande eines Managertreffens am Donnerstag in Berlin geplante Investitionen von "ungefähr eine Milliarde Euro" in Emden.

Die Fabrik in Ostfriesland, in der bisher der Passat hergestellt wurde, solle wie das Werk Zwickau vollständig auf Modelle des Modularen Elektrobaukastens (MEB) umgestellt werden.

"Diese Festlegung ist jetzt im Wesentlichen getroffen", berichtete Tostmann. Der Nachfolger des Passat werde andernorts angesiedelt - hierfür ist ein mögliches Werk in der Türkei im Gespräch. "Emden hat eine gute Perspektive als Transformationswerk", sagte der Manager. Modelle mit Verbrennungsmotoren würden dort nicht mehr geplant.

(APA)

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