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Broken Rules
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Vienna Design Week

Die Talente der Wiener Game-Design-Studios

In ihrer diesjährigen Ausgabe holt die Vienna Design Week
die Game-Design-Studios der Stadt vor den Vorhang. Hier haben sie schon einmal ihren ersten Auftritt – in den Spielen, die sie selbst gestalteten.

Okay, es ist wirklich eine eigene Welt, das Game-Design. Aber trotzdem nicht ganz so eigen, wie man sie sich gern ausmalt – solange man sie nicht wirklich kennt. Denn auffällig ist vor allem eines: die Sprache. Und: Die Menschen in den kreativen Studios müssen viel miteinander reden. Sagen sie selbst. Am besten immer frühzeitig, bevor sich der Game-Designer in eine Idee verrennt und der Programmierer schon falsch abgebogen ist. Mit „Denglisch" finden sie wieder zusammen. Auf die gemeinsame Linie, die der „Vision Keeper" – noch so eine Rolle im Studio – immer wieder glattbügeln sollte. Noch stärker als deutsche und englische Sprachmorpheme mischen sich nur noch die kreativen und technischen Zugänge, während zunächst „Visions", dann digitale Prototypen und schlussendlich Spiele entstehen. Oder Games eben.

Dafür müssen auch mal „Characters ausgeflasht" werden. Wusste man außerhalb der Szene auch nicht unbedingt. „Crunchen" hingegen will man vermeiden, sagt Simon Wallner vom Studio Lost in the Garden. Denn das hieße: Erschöpfende Nachtschichten vor der Deadline. Oder vor einem „Vertical Split", dem man einem „Publi­sher" präsentieren will – so etwas wie ein ziemlich anschauliches Querschnitt-Exposé. Auch der Weg zum Ziel ist ständiger Gegenstand der Gestaltung, kaum ist man erst mal unterwegs – entlang eines „iterativen Prozesses". Oder der eigenen Heldenreise. Denn auch für die Game-Designer, Creative Directors, Visual Artists und Programmierer ist die Spieleproduktion eine ziemlich harte Mission. Und oft ein finanzielles Abenteuer. Manchmal beginnt es mit einer Wochendklausur, einem 24-Stunden-Game-Jam und geht weiter mit zwei Jahren Vollzeitbeschäftigung. Gut, wenn man frühzeitig Pitches gewinnt, Awards oder Förderungen von der Wirtschaftsagentur Wien etwa. Ob die Grundidee hinter dem Game, die Ästhetik, die es auszeichnet, das Game Play, das es trägt, oder die Story, die es ausrollt, dann auch einschlagen in Markt und Community – man weiß es zunächst nicht so genau.