Nationalratswahl

Wer zittert am Wahlsonntag in Wien?

Archivbild: Ein Blick auf die Wiener Innenstadt, ganz rechts das Rathaus.
Archivbild: Ein Blick auf die Wiener Innenstadt, ganz rechts das Rathaus.Fabry / Die Presse

1,2 Millionen Menschen sind am Sonntag in der Bundeshauptstadt stimmberechtigt. Auch die Chefs aller Stadtparteien stehen indirekt auf dem Prüfstand.

SPÖ

Michael Ludwig zittert eher nicht vor dem Ausgang der Nationalratswahl am Sonntag. Würde auch nicht seinem Naturell entsprechen. Außerdem: Läuft es in Wien besser als im Österreich-Schnitt, wie zuletzt bei der EU-Wahl, dann ist es der Erfolg seiner Wiener SPÖ. Und seines Kampfgefährten Christian Deutsch, mit dem er die Bundeszentrale beglückt hat. Läuft es schlechter, dann war es die Bundes-SPÖ – und Spitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner. Deren Unterstützung in Wien durch das Mit-Plakatieren der Zweiten Nationalratspräsidentin Doris Bures und das Betonen einer Doppelspitze muss zumindest als ambivalentes Signal gewertet werden. Für das ganz große Vertrauen in die Strahlkraft Rendi-Wagners kann die Aktion nicht als Beweis herhalten. Mit einem sanften Law-and-Order-Kurs hat der Bürgermeister ein Angebot an FPÖ-Wähler im Programm. Jedenfalls könnte Wien das einzige Bundesland sein, das am Sonntag rot bleibt. Schwächen würde das Ludwigs innerparteiliche Position wohl nicht.