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Framing für Anfänger

"Todessteuer" und "Klimakrise": Wie Sprache unser Handeln beeinflusst

Sprachliches Framing bestimmt, wie wir unsere Realität wahrnehmen. Sprache schafft also Realität - das wissen aber nicht nur Politiker. Denn auch im Alltag kann das rhetorische Umdeuten neue Ideen kreieren.

Die Art, wie wir sprechen, bestimmt, wie wir unsere Realität wahrnehmen, sie ist die Schablone, durch die wir unsere Welt wahrnehmen; die absolute Wahrheit gibt es also nicht. So könnte man die Ausgangsposition all jener zusammenfassen, die sich mit Framing beschäftigen. In der Wissenschaft werden Frames je nach Fachgebiet als kognitive Deutungsrahmen (engl. Frames) definiert, die unsere Wahrnehmung selektieren, kategorisieren und interpretieren. Wir denken und sprechen unentwegt durch, mittels und via Frames; bei jedem Wort, das wir sagen, werden solche Deutungsrahmen im Gehirn aktiviert. Sie fungieren als fixes Muster, nach denen wie unser Handeln täglich adaptieren. Politik, Medien, Werbung und Psychologie nutzen diese permanent, um uns durch Framing genau jene Ideen und Konzepte mitzuteilen, die wir wahrnehmen sollen. Die meiste Zeit funktioniert das über Emotionen, die die aktivierten Frames in uns hervorrufen.

Als Begründer der (linguistischen) Frame-Analyse gilt Charles J. Fillmore. In der aktuellen Forschung wirken Linguisten der University of California in Berkeley wie George Lakoff und Elisabeth Wehling federführend. Infolge der US-Präsidentschaftswahl 2016 wurde der Begriff in der polit-medialen Blase insbesondere durch Auftritte der gebürtigen Deutschen Wehling, auch in deutschen und österreichischen Talkshows, in Österreich populär. Wie auch im aktuellen Wahlkampf: Erst gestern wurde (die zuletzt in Deutschland heftig kritisierte) Wehling in eine Puls24-Wahlsendung eingeladen, um die politische Rhetorik der österreichischen Spitzenkandidaten zu analysieren. Denn: Framing sei gerade im Wahlkampf ein wesentlicher „part of the game“, wie auf Wehlings Twitter-Seite zu lesen ist.

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