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Das Ich und das Nicht-Ich

Ist die Unterscheidung zwischen Autor und Erzähler hinfällig?
Ist die Unterscheidung zwischen Autor und Erzähler hinfällig?
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Die Fiktionalität, die die moderne Literatur begründet hat, gerät heutzutage zunehmend unter Druck. Kann sie nur noch im Kleid der Realität bestehen? Über die alte Frage: Autobiografisch oder nicht?

Dass die westliche Gesellschaft – wie wir uns selbst gern nennen, um statt einer Richtung wenigstens eine Himmelsrichtung zu haben – in Zeiten ihres größten Wohlstands in große (kulturelle) Armut geraten ist, ist traurige Gewissheit. Dass die kapitalistischen Staaten, nachdem sie mit dem Ende des Kommunismus ihr System als das bessere und richtigere bestätigt sahen, heute danach trachten, die Demokratie schrittweise abzubauen und die Nachfolgestaaten der ehemals kommunistischen Länder politisch kopieren, um Oligarchien zu errichten und die Meinungsfreiheit einzuschränken, widerspricht einer Ansicht, die jahrzehntelang den Optimismus der Gesellschaften, in denen wirtschaftlicher Aufstieg für alle möglich war, ausgemacht hat: dass der Wohlstand Bildung, Kultur und demokratische Entwicklung in immer größerem Maße begünstigen würde. Heute nehmen die westlichen Gesellschaften den Mittelstand in die Zange und zerstören ihn, womit sie die Säule, die ihr Gebäude politisch und wirtschaftlich zu einem hohen Prozentsatz trägt, zum Einsturz bringen.