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Über Geld spricht man

Elke Hesse: "Das Geld, das ich verdiene, gebe ich aus"

Elke Hesse leitet das MuTh, den Konzertsaal der Wiener Sängerknaben. Der „Presse“ erklärt sie, warum sie mit Mäzenen besser auskommt als mit staatlichen Subventionen und warum bodenständige Menschen gut mit Geld umgehen.

Die Presse: Wie wird aus einer Schauspielerin eine Kulturmanagerin?

Elke Hesse: Ich konnte immer schon gut mit Geld umgehen, ich war immer sehr bodenständig. Und diese Bodenständigkeit ist mir als Künstlerin eigentlich im Weg gestanden. Deshalb habe ich auch mit der Schauspielerei aufgehört. Alle haben gesagt, ich sei so nett auf der Bühne. Aber ich wusste, dass es nicht reicht. Das war mir klar.

Als Künstler muss man über seine Verhältnisse leben können.

Vor allem im Kopf. Und das konnte ich nicht. Aber das tut mir bis heute nicht leid. Im Gegenteil. Es hilft mir sogar. Ich kenne natürlich sehr viele Künstler. Und ich war ja lange Zeit immer in zweiter Position. Etwa im Wiener Schauspielhaus bei Hans Gratzer. Er hat sich um die Kunst gekümmert, ich mich um das Haus. Ich habe quasi alles auf die Beine gestellt. Habe mich um das Finanzielle gekümmert. Einfach Learning by Doing.