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Stipendium

Mit der „Presse“ im Jubiläumslehrgang

Christa Schnabl, Vizerektorin der Uni Wien, Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó (l.) und „Presse“-Redakteur Benedikt Kommenda (r.) gratulieren Martin Hanzl.
Christa Schnabl, Vizerektorin der Uni Wien, Lehrgangsleiter Nikolaus Forgó (l.) und „Presse“-Redakteur Benedikt Kommenda (r.) gratulieren Martin Hanzl.(c) Clemens Fabry

Der Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht feiert sein 20-jähriges Bestehen, Martin Hanzl ist der Gewinner des heurigen „Presse“-Freiplatzes.

Wien. Inhalte und Schwerpunkte haben sich verschoben, aber die Aktualität dieser Postgraduate-Ausbildung ist geblieben: Der Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht (LL.M.), der an der Universität Wien unter der Leitung von Nikolaus Forgó angeboten wird, feiert sein 20-jähriges Bestehen. Seit immerhin schon 17 Jahren sind der Lehrgang und „Die Presse“ in einer Kooperation verbunden, deren wichtigster Bestandteil ein jährlicher Freiplatz für eine besonders gut qualifizierte Person aus dem Kreis der „Presse“-Leserinnen und -Leser ist.

1999 als Universitätslehrgang für Informationsrecht und Rechtsinformation gegründet, hat sich die Postgraduate-Ausbildung von einer klar umrissenen Spezialisierung für einen engen Kreis von Interessierten zu einem Mehrwert für eine Vielzahl von Rechtsgebieten entwickelt, die von informationsrechtlichen Fragen durchdrungen sind. „Eines ist gleich und endgültig klar geworden“, sagt Forgó. „Die Digitalisierung geht nicht mehr weg, und sie verändert das Recht und die Arbeit mit dem Recht überall.“

Der einjährige Lehrgang, der Studierenden berufsbegleitend unzählige Abende und Wochenenden abverlangt, hat mittlerweile das europaweit vielleicht größte und aktivste Netzwerk von Fachleuten des Informationsrechts entstehen lassen: Bereits 330 Absolventen sind in Anwaltskanzleien, Unternehmen, Universitäten und Gerichten tätig.

In die Anwaltschaft strebt auch Martin Hanzl, der Gewinner des diesjährigen „Presse“-Freiplatzes. Der 27-jährige Jusabsolvent der Universität Wien mit Zweitstudium an der WU (Bachelor plus Masterstudium Management) wurde von einer Jury als bestgeeignet ausgewählt. Hanzl arbeitet zurzeit als Rechtsanwaltsanwärter in einer Anwaltskanzlei in Wien; seine rechtswissenschaftliche Dissertation zum Thema „Blockchain – Vertragsabschluss 4.0?“ wird gerade begutachtet. Hanzl: „Ich bin davon überzeugt, dass für eine ganzheitliche juristische Betrachtung neuer Technologien Kenntnisse der Informationstechnologie unabdingbar sind, und dass ich diese im Masterstudium erhalten werde.“ (red.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.09.2019)