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„Gratis“ ist beim Studentenkonto oft nicht gratis

Die angeblichen „Gratisstudentenkonten“ können mitunter teuer werden.
Die angeblichen „Gratisstudentenkonten“ können mitunter teuer werden.imago images / Sven Simon
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Über die Spesen wird meist gar nicht erst aufgeklärt.

Wien. Die angeblichen „Gratisstudentenkonten“ können mitunter teuer werden. Aus diesem Grund rät die Arbeiterkammer (AK) zum Beginn des Studienjahres, die Angebote der Banken für die Studierenden zu vergleichen. Unter anderem könnten zusätzliche Spesen anfallen, etwa wenn man am Konto ins Minus rutscht. Und während die Habenzinsen mit der Lupe zu suchen sind, sind die Minuszinsen meist „geschmalzen“, warnen die Konsumentenschützer der AK.

Bei einem Mysteryshopping bei zehn Banken hat die AK die vermeintlichen „Gratiskonten“ durchleuchtet. Zusatzspesen können etwa für Überweisungen am Bankschalter anfallen – hier verlangen fünf der zehn Banken für manuelle oder beleghafte Überweisungen Spesen zwischen 59 Cent und 2,68 Euro. Die Kontoführung wiederum ist etwa beim Bawag-Studentenkonto nur dann kostenlos, wenn man am Konto im Plus ist. Bei der ING Bank hingegen ist die Kontoführung nur dann kostenlos, wenn es monatliche Mindesteingänge von 300 Euro gibt. Das Raiffeisenkonto inkludiert eine kostenlose Kontoführung bis zum 24. Lebensjahr.

 

Karg mit Informationen

Für Geld am Konto bekommt man meist gar nichts: Jede zweite getestete Bank bietet für Guthaben am Konto einen Habenzinssatz von null Prozent an. Fünf von zehn Banken haben eine Verzinsung zwischen 0,01 und 0,5 Prozent. Hingegen reichen die Sollzinsen für Überziehungen von 6,9 bis zwölf Prozent. Wer bei der ING Bank mit bis zu 50 Euro im Minus ist, zahlt keine Zinsen.

Außerdem: Banken müssen ihrer Kundschaft die Entgelt-information (Übersicht von wichtigen Spesen und Überziehungszinsen) aushändigen. Das machte laut AK aber nur eine einzige Bank.

Zum Vergleich der Konditionen bietet die AK ihren Bankenrechner im Internet an.

Bei Überschreiten der Altersgrenze kann das Studentenkonto übrigens auf ein „normales“ Girokonto umgestellt werden. (APA/est)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.09.2019)