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Stella McCartney: Nachhaltigkeit nicht Trend, sondern Zukunft der Mode

(c) APA/AFP/THOMAS SAMSON (THOMAS SAMSON)

Auch für Modemarken sei es an der Zeit "aufzuwachen" und den Klimanotstand ernst zu nehmen, meinte die Designerin im Zuge der Pariser Modewoche.

Die britische Modedesignerin Stella McCartney hat die Modewelt aufgerufen, ihren Beitrag zur Rettung der Erde zu leisten. Auch für Modemarken sei es an der Zeit "aufzuwachen" und den Klimanotstand ernst zu nehmen, sagte die 48-jährige Pionierin für nachhaltige und ethische Luxusmode am Montag nach ihrer Show bei der Pariser Fashion Week.

"Die Welt ruft nach dem Wandel, und es liegt in unserer Verantwortung, jetzt zu handeln", fuhr die 48-jährige Britin fort. "Wir sind nicht perfekt, wie alle anderen Unternehmen sind wir Teil des Problems", erklärte sie weiter. Doch für sie sei klar, dass Nachhaltigkeit "die Zukunft der Mode ist, nicht nur ein Trend".

Seit Juli gehören Anteile von Stella McCartneys gleichnamigem Label dem weltweit größten Luxuskonzern LVMH, auch wenn sie selbst weiterhin die Mehrheit an ihrem Unternehmen hält. Dessen Chef Bernard Arnault machte sie zu seiner persönlichen Beraterin für Nachhaltigkeit.

Bisher nachhaltigste Kollektion präsentiert

Bei der Vorstellung der neuen Umweltpolitik seines Konzerns ging der französische Milliardär vergangene Woche allerdings mit der jungen Klimaaktivistin Greta Thunberg scharf ins Gericht. Die 16-jährige Schwedin gebe sich einem "unumschränkten Katastrophismus" hin und demoralisiere damit ihre Generation, erklärte Arnault. Zudem biete sie nichts außer Kritik.

McCartney sagte dazu am Montag, die junge Generation stehe auf und "sagt uns, dass unser Haus brennt und dass wir reagieren müssten, als wären wir in einer Krise". Sie fügte hinzu, tatsächlich sei die Welt in einer Krise.

Ihre Frühjahr/Sommer-Kollektion bezeichnete die Tochter von Ex-Beatle Paul McCartney als die bisher nachhaltigste ihres Labels. Ihre Kollektion umfasst unter anderem Basttaschen, die von Frauen aus Madagaskar hergestellt werden, Kunstpelze aus Bio-Kunststoffen und recyceltem Polyester und Schuhe mit "nachhaltigen" Holzabsätzen.

(APA/AFP)