Deutschland: Inflation fällt auf 1,2 Prozent

Gedämpft wurde die Teuerung von der Energie.
Gedämpft wurde die Teuerung von der Energie.(c) REUTERS (Tobias Schwarz)
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Es ist der niedrigste Preisanstieg seit eineinhalb Jahren. Vor allem Energie wurde billiger.

Berlin. Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im September wegen fallender Energiekosten so langsam gestiegen wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Die Inflationsrate sank auf 1,2 Prozent nach 1,4 Prozent im August, wie das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit Februar 2018.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich einen Rückgang auf 1,3 Prozent vorhergesagt. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für die Eurozone mittelfristig einen Wert von knapp zwei Prozent an. Dieser gilt als ideal für die Konjunktur.

Gedämpft wurde die Teuerung von der Energie: Sie verbilligte sich im September um 1,1 Prozent. Nahrungsmittel kosteten hingegen 1,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Dienstleistungen verteuerten sich sogar um 1,8 Prozent, darunter Mieten um 1,4 Prozent.

Führende Institute in Deutschland rechnen damit, dass die deutsche Inflationsrate bis 2021 im Jahresschnitt jeweils klar unter der Zwei-Prozent-Marke verharren wird. Für die exportabhängige deutsche Wirtschaft sind das gute Nachrichten, stärkt das doch die Kaufkraft der Verbraucher. (ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.10.2019)

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