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Spesenaffäre

Wie es nach Strache weitergeht

Vor dem Austritt kommt der Auftritt: Heinz-Christian Strache, nach dem Ibiza-Video als FPÖ-Chef und Vizekanzler abgetreten, stellt seine Parteimitgliedschaft in der FPÖ ruhend.
Vor dem Austritt kommt der Auftritt: Heinz-Christian Strache, nach dem Ibiza-Video als FPÖ-Chef und Vizekanzler abgetreten, stellt seine Parteimitgliedschaft in der FPÖ ruhend.(c) APA/AFP/JOE KLAMAR
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Heinz-Christian Strache ist nun suspendiertes FPÖ-Mitglied. Der Abgang öffnet neue Türen – für seine alte Partei, die ÖVP und seine Familie.

Ein kleiner Nichtraucherbereich ist der Ort, den Heinz-Christian Strache wählt, um seinen Abschied aus der FPÖ anzukündigen, in einer Weinbar neben dem Wiener Rathaus und der ÖVP-Zentrale. Journalisten stehen auf dem Gehsteig, drücken ihre Köpfe gegen die Fenster, um jenen Mann sehen zu können, der seine alte Partei in große Höhen geführt hatte, ehe sie durch sein Verhalten wieder abstürzte.

Der Blick auf Strache ist durch Kameraleute und Fotografen verstellt; es ist das Bild, das er wohl erzeugen will. Allein sitzt der Ex-FPÖ-Chef vor dem Pulk, hinter ihm stehen Weinflaschen und ein Dekorglas mit Korken. Er scheint die Szene fast zu genießen. „Sie haben mir alle gefehlt“, sagt er, und dann, dass er seine Parteimitgliedschaft ruhend stelle. Vorübergehend, bis zur Entkräftung der Vorwürfe gegen ihn, fügt er an; es geht um die Spesenaffäre, die Strache – durch das Ibiza-Video ohnehin schon diskreditiert – endgültig zum roten Tuch in der FPÖ gemacht hat. Er ziehe sich nun „völlig“ aus Politik und öffentlichem Leben zurück. Danke, das wars, Fragen dürfen keine gestellt werden.