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Causa KHM

Was Schmidt den Italienern sagte

Uffizien-Chef: „Na ja, ich sollte mit den Österreichern reden“.

Ganz so klar schien es wohl nur in Wien, dass Eike Schmidt auch wirklich hierher kommen würde. Seit 2018 hatten seine Aussagen in Interviews immer wieder kleine Hintertürchen – wohlgemerkt, in Interviews mit italienischen, nicht mit österreichischen Medien. „Sag niemals nie“ hieß es da, „Ich schließe nichts aus“, und die Frage, ob er von Florenz weggehe, hänge nicht von ihm, sondern von der italienischen Politik ab. Die Alarmglocken hätten auch schon am 1. Oktober 2018 schrillen können, als Schmidt beim italienischen Sender „Radio 24“ zu Gast war und nicht ausschloss, dass er in Florenz bleiben würde, käme doch noch ein Angebot. „Na ja, ich sollte mit den Österreichern reden“, sagte Eike Schmidt in Bezug auf diese Frage: „Aber bis jetzt weiß man in Italien nichts.“ Die Österreicher seien, als alles unsicher war, eben „schneller“ gewesen: „Aber gegenwärtig liebe ich Florenz, und deswegen schließe ich nichts aus.“ (sim)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.10.2019)