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Klimademos

Wladimir Putin versteht den Greta-Hype nicht

Russlands Präsident fliegt gerne - und bisweilen selbst.AFP
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Er verstehe die junge schwedische Klimaaktivistin, sagt Russlands Präsident. Aber sie verstehe die Komplexität der modernen Welt und Natur wohl zu wenig - und man müsse Kinder und Jugendliche generell vor "übermäßigen Emotionen schützen".

Der russische Präsident Wladimir Putin ist offenbar einer von Vielen, die die weltweite Euphorie ob der jungen schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg nicht nachvollziehen können: "Ich bin sicher, dass Greta ein gutmütiges und sehr ehrliches Mädchen ist", sagte der Kremlchef am Mittwoch bei der Energiewoche in Moskau. Erwachsene sollten jedoch nach seiner Auffassung alles dafür tun, um Kinder und Jugendliche nicht in extreme Situationen zu bringen.

"Sie müssen sie vor übermäßigen Emotionen schützen, die die Persönlichkeit zerstören können." Es sei aber sehr gut, wenn Jugendliche auf akute Probleme aufmerksam machten, sagte Putin. "Sie müssen auf jeden Fall unterstützt werden. Aber wenn jemand Kinder und Jugendliche zu seinem Interesse missbraucht, kann das nur verurteilt werden", meinte der Kremlchef, ohne jemanden beim Namen zu nennen. Niemand habe der 16-Jährigen erklärt, wie komplex und vielfältig die moderne Welt und die Natur sei.

Die Aktivistin und Initiatorin der Bewegung Fridays for Future hatte in der vergangenen Woche mit ihrem Appell vor Dutzenden Staats- und Regierungschefs beim UN-Klimagipfel in New York für Aufsehen, aber auch Irritationen gesorgt. Aktuell ist sie weiterhin in den USA und will bis Dezember zum UN-KLiamgipfel nach Chile reisen. (Ag.)