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Investments: Anleger in Kauflaune

Der österreichische Investmentmarkt verzeichnet ein Rekordquartal.

Nach einem eher verhaltenen ersten Halbjahr haben die Investitionen in Österreich im dritten Quartal wieder deutlich zugelegt. Auf rund zwei Milliarden Euro beziffert das Beratungsunternehmen CBRE die Transaktionen, EHL kommt auf rund 1,8 Milliarden Euro. „Wir gehen davon aus, dass das Gesamtvolumen per Jahresende auf einem ähnlichen Niveau liegen wird wie im Rekordjahr 2017“, sagt Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich. Ausschlaggebend für das starke Ergebnis waren mehrere großvolumige Deals, darunter der Verkauf der letzten beiden Bauteile 1 und 2 des Quartier Belvedere Central (QBC) am Hauptbahnhof, die von der Schweizer Eastern Property Holding von UBM erworben wurden.

 

Jahresergebnis in Schwebe

Unterschiedliche Zahlen präsentieren die beiden Beratungsunternehmen zu den Assetklassen. Während CBRE Büros mit einem Anteil von 30 Prozent am Transaktionsvolumen an die Spitze reiht, liegt bei EHL das Segment Einzelhandel mit 34 Prozent in Führung. Beim Teilmarkt Wohnen kommt EHL auf 26 Prozent, CBRE hingegen lediglich auf 20 Prozent. Einige Divergenzen gibt es außerdem bei den Investorengruppen. Laut CBRE waren ausländische Investoren mit 52 Prozent in der Überzahl, bei EHL hatten mit einem Anteil von 58 Prozent heimische Anleger die Nase vorn.

Einigkeit herrscht hingegen bei den weiteren Aussichten: „Wir befinden uns in einem sehr guten Investmentjahr. Ob wir den Rekord von 2017 mit rund fünf Milliarden Euro einstellen werden, hängt von einigen Transaktionen ab und davon, ob diese noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können“, erläutert Fichtinger. In eine ähnliche Richtung weist der neue UniCredit-Bank-Austria-Report „Real Estate Country Facts“. Demnach sei der Ausblick für den österreichischen Immobilienmarkt insgesamt positiv. Ausländische institutionelle Investoren könnten allerdings durch mangelnde Produktverfügbarkeit ausgebremst werden, heißt es darin.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.10.2019)