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Protest

Vorerst letzte Demo als „Warnzeichen“ für Sebastian Kurz

Donnerstagsdemo in Wien(c) Teresa Wirth
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Auch ohne türkis-blaue Regierung traf man sich in Wien zur Donnerstagsdemo.

Wien. Das Feindbild hieß immer Schwarz-Blau. Oder eben Türkis-Blau. Es war die Bildung der ÖVP-FPÖ-Koalition, die Regierungsgegner dazu brachte, wöchentlich auf die Straße zu gehen. So wie für Wolfgang Schüssel wurden auch für Sebastian Kurz die Donnerstagsdemos zu einem steten Begleiter. Nun ist das türkis-blaue Projekt – vorerst – Geschichte. Nach der Wahl stehen die Zeichen auf Türkis-Grün. Dennoch ist fünf Tage nach der Wahl „wieder Donnerstag“. Mit diesem Motto hat die gleichnamige Initiative erneut dazu aufgerufen, auf die Straße zu gehen. Eine rechte Regierung gibt es nicht. Aber wogegen wird dann demonstriert?

„Wir wollen zeigen: Wir sind weiterhin da“, sagt „Wieder Donnerstag“-Gründer Can Gülcü zur „Presse“. Die Demo sei eine Art „Warnzeichen“ für die anstehenden Koalitionsverhandlungen. Und, wie die Co-Organisatorin Heide Hammer ergänzt: „Es ist eine Aufforderung, manche Maßnahmen der letzten Regierung zu überdenken.“ Die Mindestsicherungsreform, Verschärfungen gegenüber Asylwerbern oder der Zwölf-Stunden-Tag seien einige Beispiele, weshalb „Missstände für viele stärker wurden“, sagt Hammer.