Kindermuseum

Rutsch die Gurgel runter!

Hier darf man alles angreifen: etwa beim Skelett-Puzzle.
Hier darf man alles angreifen: etwa beim Skelett-Puzzle.(c) Zoom/J. J. Kucek

Die neue Ausstellung im Zoom Kindermuseum lädt ein, unseren Körper zu erforschen. Kinder haben freien Eintritt!

Ein bisschen unheimlich schaut das schon aus am Anfang – wer ist schließlich schon einmal in einen riesigen Mund hineingekrabbelt? Über die weiche, gepolsterte Zunge hinauf, dann den Rachen steil hinuntergerutscht – und im Darm gelandet?

Die neue Mitmach-Ausstellung im Zoom Kindermuseum im Museumsquartier dreht sich diesmal um unseren Körper, und zwar „Von Kopf bis Fuß“, so heißt die Ausstellung. Man muss sich anmelden, dann bekommt man eine Einführung, bei der man schon einiges lernen kann über unseren Körper, und schon darf man loslaufen, nein, das ist das einzige, was man hier wirklich nicht darf – also losgehen zu den einzelnen Stationen, die wie jedes Mal junge Künstlerinnen und Künstler erfunden haben


So auch die Station mit dem Mund und unserem Verdauungsapparat, den hat zum Beispiel eine Künstlergruppe gestaltet, die sonst fürs Theater arbeitet (Toxic Dreams heißen sie auf Englisch). Diese Station ist hier eindeutig der Liebling aller Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Weil ja, man kriecht am Ende des Parcours bei diesem Loch heraus, wo auch unser Essen am Ende aus uns herauskommt. Igitt!

Den Rotz bitte schmeißen! Ein anderer Höhepunkt ist das Rotzlabor, wo man mit ekligem Schleim, der aber ganz harmlos aus Flohsamen (das heißt nur so, ist eigentlich eine Pflanze) und Reismehl gekocht worden ist, herumwerfen darf. Also herumwerfen soll! Und zwar eine große Wand herunter, auf der man wie bei einem Flipper-Geschicklichkeitsspiel die gelben Bälle, die Bakterien, wegkatapultieren kann. Wenn man richtig zielt. Dann ist die „Nase“ sozusagen wieder befreit vom Rotz. Hatschi!
Ist man von all diesen Aktivitäten ein bisschen müde, kann man ein Knochen-Puzzle lösen. Man kann sogar einen großen Menschenpuppen-Körper untersuchen wie ein Chirurg, also wie ein Arzt, der operiert: Man kann die Organe, alle aus Stoff, herausnehmen und wieder richtig hineinstecken. Oder man geht einfach ein kleines Schläfchen machen: Wieder wird es Dunkel, man geht in eine Schlaf-Traum-Höhle hinein. Da stehen schon große Betten bereit, wo man sich auf den Rücken legen und staunen kann. Oben, an der Decke nämlich, läuft ein Film, mit ganz rätselhaften, ruhigen Bildern. Und eine leise Stimme liest Gedichte vor. Ganz still sein jetzt bitte! Nur nicht pupsen! Oder niesen! Oder vielleicht sogar schnarchen . . .

 

Wusstestdu schon,dass...

das Skelett des Menschen aus über 200 Knochen besteht? Es sind je nach Zählart 206 bis 214. Die Hälfte davon befindet sich in unseren Händen und Füßen! Manche Knochen sind dazu da, unseren Körper zu stützen. Manche, um unsere Organe zu schützen. 

 

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