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Kolumne

Das Schwammerl als Hidden Champion

Stilfrage. Ein Werkstoff, der aus dem Wald kommt?

Beschäftigt man sich mit Pilzen, so wirken sie doch etwas geheimnisvoll: Die Mykologie zeigt uns dieses Wesen, das weder ganz Pflanze noch Tier ist, auch als unterirdisches Netzwerk. Der größte bekannte Pilz befindet sich in Oregon, sein Myzel dehnt sich über fast 1000 Hektar Wald aus.
Bald dürften Pilze auch in die Architektur Einzug halten: So könnten sie als Dämm- oder Akustikplatten zum Einsatz kommen. Die Herstellung ist dabei durchaus nachhaltig. Man setzt Pilze auf einem Nährboden aus biologischem Abfall an, sodass Myzelfäden durchwachsen und sich eine feste Struktur bildet. Diese wird zerkleinert, in die gewünschte Form gepresst und im Ofen getrocknet. Fertig. Pilze können beispielsweise auch für den Bau von organisch geformten und klimatechnisch für die Insekten besseren Bienenstöcke verwendet werden. Aktuell zu sehen in einem Projekt auf der Design Week Vienna.