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Kokain und Korruption

Ungarn hat jetzt seinen eigenen Ibiza-Skandal

Archivbild von Zsolt Borkai, früher Spitzensportler, nun Politiker und Bürgermeister.
Archivbild von Zsolt Borkai, früher Spitzensportler, nun Politiker und Bürgermeister.(c) REUTERS (Laszlo Balogh)
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Kurz vor den Kommunalwahlen publiziert ein anonymer Blog brisantes Bildmaterial über den Fidesz-Politiker und Bürgermeister von Györ, Zsolt Borkai.

Budapest. Eine Luxusjacht vor der kroatischen Küste, ein konservativer Politiker, hübsche Frauen, Kokain, Korruption – auf Fotos und Videos festgehalten und im Internet anonym verbreitet. Nach dem berüchtigten „Ibiza-Video“, das Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in Österreich zu Fall brachte, hat nun auch Ungarn sein eigenes Skandalvideo.

Unfreiwilliger Hauptdarsteller ist der einstige Olympionike Zsolt Borkai, von der Regierungspartei Fidesz, Bürgermeister der westungarischen Stadt Györ. Dort hat der deutsche Autobauer Audi eine große Fabrik. Am 13. Oktober sind Kommunalwahlen. Borkai will wiedergewählt werden - mit dem Slogan „Familienvater. Olympionike. Bürgermeister“. Auf den Bildern ist er in Begleitung dreier junger Frauen zu sehen. Zumindest mit einer von ihnen hat er Geschlechtsverkehr, davon zeugt ein Foto und ein Video. Es ist nicht seine Gattin.

Genau 14 Tage vor der Kommunalwahl, am 30. September, begann ein anonymer Blog mit dem Namen „Az ördög ügyvédje“ („Des Teufels Anwalt“) Enthüllungen anzukündigen. „Zunächst“ über Borkai, aber, so steht dort, letztlich über „die alles infizierende Korruption, deren Teil ich selbst leider auch war.“