Analyse

Der smarte Kollaps im trauten Heim

Das vernetzte Zuhause soll das Leben bequemer, billiger und sicherer machen.
Das vernetzte Zuhause soll das Leben bequemer, billiger und sicherer machen.(c) Getty Images/Maskot (Maskot)

Eine Firma verkauft schlaue Türöffner und geht pleite – die Geräte sind damit Schrott. Über die vielfältigen Tücken des Smart Home.

Wien. Die Glühbirnen im Haus sind längst vernetzt. Genauso der Kühlschrank, die Waschmaschine, die Hundeleine, das Vogelhäuschen, der Badezimmerspiegel und die liebsten Kuscheltiere der Kinder. Es gibt kaum noch einen Alltagsgegenstand, der nicht mit dem Internet verbunden, per Mobiltelefon gesteuert und damit „smart“ gemacht werden soll. Im vernetzten Zuhause wird das Leben bequemer, sicherer und energiesparender. So weit die Theorie. In der Praxis sieht es im Smart Home aber mitunter noch anders aus.

Wer etwa um 150 Euro den „smarten Türöffner“ Nello One erstanden hat, wird nicht mehr lang Zeit haben, sich an dem Wunderwerk der Technik zu erfreuen. Der Hersteller, das Münchner Start-up Locumi Labs, ging im Sommer pleite, am 18. Oktober werden die letzten Server abgestellt. Anders als eine analoge Schloss-Schlüssel-Kombination wird das vernetzte Gerät damit nutzlos.