Oberösterreich

Drei Schwerverletzte nach Explosion und Brand in Hörsching

++ HANDOUT ++ OBEROeSTERREICH: ZWEI SCHWERVERLETZTE BEI BRAND NACH EXPLOSION
Zwei Menschen wurden bei einer Explosion schwer verletzt.WOLFGANG HIESSBÖCK (CHRISTOPHORU

In der Nähe des Flughafens in Hörsching in Oberösterreich ist ein Großbrand nach einer Explsion ausgebrochen. Drei Schwerverletzte wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht.

Drei Mitarbeiter eines Entsorgungsbetriebs in Hörsching (Bezirk Linz-Land) haben bei einer Explosion und einem folgenden Brand am Donnerstag schwere Verletzungen erlitten. Ein 44-Jähriger wurde in die Klinik München-Bogenhausen geflogen, ein 46-Jähriger ins AKH Wien und ein 38-Jähriger in ein Linzer Krankenhaus. Sechs leichter Verletzte kamen in Linzer Spitäler.

Die Explosion um 8.10 Uhr ging von einer Pressmaschine in einer Halle aus, sagte der Einsatzleiter Andreas Platzer von der Feuerwehr Hörsching. Beim Eintreffen der Wehren - insgesamt waren 250 Kräfte im Einsatz - hatten bereits alle Mitarbeiter das Gebäude verlassen, die Verletzten waren von ihren Kollegen hinausgebracht worden. Mehr als 20 Personen hatten sich in der Halle, in der Plastik entsorgt wird, befunden. Die große Detonation habe Fenster und Fensterstöcke herausgerissen, auch die Brandschutztür zum angrenzenden Bau hielt ihr nicht stand.

"Die dritte Halle haben wir halten können", berichtete Platzer. Darauf habe man sich konzentriert und dann mit Spezialgeräten und Großlöschtankwagen gegen die Flammen gekämpft. "Um 10.30 Uhr hatten wir den Brand unter Kontrolle."

„Riesentürme“ gelöscht

Insgesamt 35 Fahrzeuge waren an dem Einsatz beteiligt. Am Nachmittag waren zwei Abrissbagger angefordert, um das Dach wegzureißen, so dass weitere Brandherde - "das sind Riesentürme" - ausgemacht und gelöscht werden konnten. In der Halle seien noch Ballen mit gepresstem Müll, in der Maschine, von der die Detonation ausging, noch Material drin, erklärte der Einsatzleiter. Einige der 18 Feuerwehren seien zwar heimgeschickt worden, man sei aber auf einen Einsatz auch die Nacht über vorbereitet.

Ermittler des Landeskriminalamts und der Brandverhütungsstelle seien zwar an Ort und Stelle gewesen, konnten aber die Halle, von der das Feuer ausging, noch nicht betreten. Somit war auch die Ursache des Unglücks weiterhin unklar. Die Anweisung an die Bevölkerung, die Fenster zu schließen, war bereits am späten Vormittag widerrufen worden, da keine Gefahr drohe, sagte ein Polizeisprecher. Auch der Betrieb des nahegelegenen Flughafens war nicht beeinträchtigt. (APA)