Kommt jetzt das Ende des Rückspiegels?

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Kameras sollen Verbrauch senken; US-Behörde prüft.

Autodesigner haben sich von klassischen Außenspiegeln längst verabschiedet, seit Jahren kommen Studien und Prototypen ohne die alte, bislang bewährte Technik auf die Showbühne. Kleine Stümpfe, die Kameras halten, lassen sich wesentlich dankbarer in zukunftsweisende Entwürfe integrieren als die großen „Ohrwascheln“, deren gesetzlich vorgeschriebene Abmessungen von jenen des Fahrzeugs abhängen.

Bislang jedenfalls. Die US-Verkehrsbehörde NHTSA wendet sich an Industrie und Konsumenten, um den Umstieg auf kamerabasierte Systeme vorzubereiten. Darauf drängt eine Vereinigung von US-Autoherstellern seit 2014. Argument: Die alten Außenspiegel kosten Sprit, weil sie in Form und Größe aerodynamisch ungünstig sind. Die NHTSA untersucht kamerabasierte Systeme seit Jahren und bemängelt potenzielle Risken: Die Bildschirme im Cockpit, auf die die Bilder gespielt werden, strahlen zu hell und stellen eine Ablenkung dar. Auch verdreckte Linsen wären ein Problem. Lexus hat seit dem Vorjahr ein Modell ohne Rückspiegel auf dem Markt und sammelt seither Kundenerfahrungen. (tiv)